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SPD darf nicht nach Links rutschen

6.9.2019 18:33 Uhr

Von einem Linksruck der SPD hält Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder nichts. "Es ist ein Irrweg, grüner werden zu wollen als die Grünen und linker als die Linken", sagte der 75-Jährige der "Rheinischen Post" (Samstag). "Dann wird die SPD überflüssig."

Stattdessen könne die SPD "als Volkspartei nur erfolgreich sein und regierungsfähig bleiben, wenn sie die politische Mitte für sich gewinnt." Das habe die Partei in den Jahren 1998, 2002 und 2005 geschafft.

SPD sucht Führung

Im neuen ZDF-"Politbarometer" gaben dagegen 44 Prozent aller Befragten und 45 Prozent aller SPD-Anhänger an, die Partei solle mehr linke Positionen vertreten. Weniger linke Positionen wünschten sich in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen nur 21 Prozent der Wahlberechtigten beziehungsweise 16 Prozent der SPD-Anhänger. Keine größeren Änderungen wollen 25 beziehungsweise 32 Prozent der Befragten.

Die SPD ist derzeit auf der Suche nach einer neuen Führung. Um den Vorsitz bewerben sich 15 Frauen und Männer. Der Ausgang dürfte auch Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung der Partei haben.

In Sachen Klimaschutz will der Altkanzler Ziele nach und nach durchsetzen: "Damit es keine sozialen Verwerfungen in der Gesellschaft gibt." Der Kompromiss beim Kohleausstieg sei dafür ein gutes Beispiel.

(an/dpa)

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