DHA

Spannung zwischen USA und Türkei über S-400-Tests nimmt zu

25.10.2020 20:03 Uhr

Präsident Recep Tayyip Erdogan hat auf die Warnungen vor Sanktionen seitens der USA auf einem Parteikongress der AKP in Malatya reagiert. Er sagte, die Türkei sei kein Stammes-Staat, der vor Bedrohungen einknicken würde und fügt an, die USA wisse nicht, "mit wem sie tanzen würden", meldet Hürriyet Daily News. Auch die Aussagen Emmanuel Macrons, dem Präsidenten von Frankreich, wurden auf der Parteizusammenkunft wiederholt.

"Du merkst nicht, mit wem du tanzt. Halt dich nicht zurück, was auch immer deine Sanktion sein soll", sagte er auf dem Provinzkongress AKP in der östlichen Provinz Malatya am 25. Oktober 2020. Erdogan betonte, die Türkei hätte die notwendigen Schritte für den Kauf von F-35-Kampfflugzeugen unternommen, welche die USA nicht geliefert hatten. Diese Maßnahme wäre als Bestrafungsmaßnahme genutzt worden, nachdem die türkische Regierung den Kauf von S-400-Raketenabwehrsystemen abgeschlossen hatte. "Wir haben Schritte für die F-35 unternommen, wir haben unser Geld bezahlt, Sie haben unsere F-35 nicht geliefert. Sie sagten: Bringen Sie die S-400 nach Russland zurück. Wir sind kein Stammes-Staat. Wir sind die Türkei “, sagte er.

Erdogan fordert Macron erneut auf, sich "mentalen Untersuchungen" zu unterziehen"

Erdogan wiederholte auch seine Aussagen über den französischen Amtskollegen Emmanuel Macron und sagte, der französische Präsident müsse sich einer mentalen Untersuchung unterziehen. "Sie sollten sich zuerst ansehen", sagte er über Macron. Der französische Präsident ist ein "Fall", wiederholte er an den Präsidenten des NATO-Verbündeten Frankreich gerichtet.

"Wie ich gestern in Kayseri sagte. Er ist ein Fall. Er muss überprüft werden", fügte Erdogan hinzu und wiederholte damit die Aussage, die zur Konsultationsabberufung des Botschafters von Frankreich aus der Türkei geführt hatte.

(ce)

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