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Spanien: Bisher erfolglose Suche nach Kind in 110 Meter tiefem Schacht

15.1.2019 18:52 Uhr

Spanische Helfer suchen immer noch verzweifelt nach dem zweijährigen Julen, der beim Spielen in einen mehr als 100 Meter tiefen Brunnenschacht gestürzt sein soll. Der nationale Unfallnotdienst teilte am Dienstag auf Twitter mit, dass es vorerst noch keine Neuigkeiten gebe. Ob Julen noch am Leben ist, bleibt vorerst unbekannt.

Die Rettungsarbeiten für den kleinen Julen wurde an der Unfallstelle in einem ländlichen Gebiet der Gemeinde Totalán in der Provinz Málaga auch in der Nacht zum Dienstag nicht unterbrochen.

Verstopfter Schacht erschwert Suche

Der Kleine soll am Sonntagmittag bei einem Ausflug seiner Familie aufs Land in den offenen Schacht gefallen sein, der nur einen Durchmesser von rund 25 Zentimeter hat. Mit einer Kamera drang man bis in eine Tiefe von knapp 80 Metern vor und fand dort eine Tüte mit Süßigkeiten, die Julen bei sich gehabt hatte. Weil sich Erde gelöst habe, die den Schacht verstopfe, komme man mit der Kamera bisher aber nicht weiter vorwärts, teilten die Rettungsteams mit. Der Schacht ist insgesamt 110 Meter tief.

Keine physischen Beweise bekannt

Die Polizei hatte am Montag eingeräumt, man habe zwar "noch keinen physischen Beweis" dafür, dass das Kind tatsächlich in dem Loch sei. Aufgrund der Angaben der Eltern, die das Kind im Schacht hätten weinen hören, schließe man andere Möglichkeiten zunächst aber aus.

An der Suche beteiligten sich gut hundert Angehörige der Feuerwehr, der Polizei, des Zivilschutzes und anderer Notdienste. Nach der Abtragung der abgelösten Erde und der Verstärkung der Innenwände des Schachtes wollte man möglichst noch am Dienstag parallel zum Schacht ein Bohrloch anlegen, um zu dem Kind zu gelangen. Zudem wurde erwogen, mit Spezialmaschinen den Schacht auszuweiten.

(gi/dpa)