epa/Clemens Bilan

Spahn sieht Höhepunkt der Corona-Krise “noch nicht erreicht

4.3.2020 19:49 Uhr

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Corona-Epidemie ihren Höhepunkt in Deutschland noch nicht erreicht. Die Lage sei von Ort zu Ort aber sehr unterschiedlich, sagte Spahn am Mittwoch in seiner Regierungserklärung zur Ausbreitung des neuartigen Virus vor dem Bundestag. So sei der nordrhein-westfälische Kreis Heinsberg stärker betroffen als etwa Rostock in Mecklenburg-Vorpommern.

Derzeit gebe es 240 bestätigte Fälle in Deutschland, sagte Spahn weiter, der von einer "weltweiten Pandemie" sprach. Er verteidigte ausdrücklich das Vorgehen der Bundesregierung. Durch Quarantäne-Maßnahmen sei es über Wochen gelungen, die Ausbreitung des neuartigen Virus zu verhindern, betonte der Gesundheitsminister. Durch das vermehrte Auftreten in Ländern wie Italien oder dem Iran sei dann eine neue Situation entstanden. Bis dahin hatten die Infektionsketten als nachvollziehbar gegolten, was inzwischen nicht mehr der Fall ist.

Spahn räumt Mängel ein

Spahn bewertete das Vorgehen der Behörden positiv, räumte aber auch Mängel ein. So dauere es vielfach zu lange, bis Verdachtsfälle getestet werden könnten. Deutschland könne sich bei der Bekämpfung des Virus aber auf Experten verlassen, "die zu den besten gehören". Er verwies erneut darauf, dass die Krankheit in den allermeisten Fällen milde verlaufe.

(an/dpa)

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