epa/Vasil Donev

Sozialisten in Bulgarien beenden Parlamentsboykott

30.5.2019 20:00 Uhr

Nach ihrer bitteren Niederlage bei der Europawahl haben die oppositionellen Sozialisten in Bulgarien ihren gut dreimonatigen Boykott des Parlaments in Sofia eingestellt. Die "rote" Fraktion beteiligte sich am Donnerstag an der ersten Parlamentssitzung nach der EU-Wahl am 26. Mai.

Die Sozialisten wollten bei einem Sieg bei der Europawahl eine vorgezogene Parlamentswahl in Bulgarien durchsetzen, landeten aber mit 24 Prozent der Stimmen nur auf Platz zwei - weit hinter der bürgerlichen Regierungspartei GERB (31 Prozent). Parteichefin Kornelia Ninowa trat wegen des schlechten Ergebnisses zwei Tage nach der EU-Wahl zurück.

Erstmal Bestimmung des Parteichefs per Urwahl

Der neue Parteichef der aus den früheren Kommunisten hervorgegangenen Sozialisten soll erstmals in einer Urwahl bestimmt werden. Ninowa will dabei erneut antreten.

Die bulgarischen Sozialisten gehören im Europaparlament zu selben Fraktion wie die SPD.

(an/dpa)