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Sorgen um die Lage im Sudan und in Libyen

15.4.2019 20:50 Uhr

Besorgt über Menschenrechtslage in Libyen und dem Sudan haben sich sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch der Flüchtlingskommissar der UN Filippo Grandi geäußert. Es gelte, die Ursachen für Flucht und Vertreibung zu bekämpfen, sagte Merkel am Montag in Berlin vor einem Gespräch mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi.

"Die Herausforderungen sind nach wie vor riesig." Gerade die Situation in Libyen bereite große Sorge, auch die Lage im Sudan stelle die internationale Gemeinschaft vor eine riesige Aufgabe.

Man könne leider nicht sagen, dass die Aufgaben des UN-Flüchtlingshilfswerks abnehmen würden, vielmehr steige die Bedeutung des UNHCR, sagte Merkel. Zugleich bedankte sie sich bei Grandi für die Arbeit des Hilfswerks im Umgang mit den Flüchtlingen in Syrien, der Türkei, im Libanon und in Jordanien.

Globales Flüchtlingsforum in Genf

Gemeinsam wolle man ein globales Forum für Flüchtlinge in diesem Dezember in Genf vorbereiten. Deutschland werde sich sehr intensiv in die Beratungen im Vorfeld einbringen.

Auch Grandi zeigte sich besorgt über die Lage in Libyen. Die jüngste Eskalation dort mache es schwierig, in den Flüchtlingslagern zu arbeiten. Zugleich lobte er Merkel für ihren Einsatz zur Deeskalation der Situation in Libyen. Grandi hob auch die außerordentliche Rolle Deutschlands als Geber für die Flüchtlingshilfe hervor sowie das Bemühen, die Flüchtlingsdebatte in Europa voranzutreiben. Es gebe viele Flüchtlingskrisen auf der Welt, sagte Grandi. Diese könnten nur in einer gemeinsamen Anstrengung bewältigt werden.

(an/dpa)