epa/Miguel Gutierrez

Sorge wegen US-Soldaten an syrischen Ölfeldern

25.10.2019 19:49 Uhr

Die geplante US-Truppenpräsenz an den Ölfeldern im Osten Syriens sorgt für Sorgen in Russland. «Wir möchten keine neuen Schwierigkeiten», sagte der Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Freitag der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Es löse eine gewisse Besorgnis aus, dass aus den USA mit Blick auf Syrien immer wieder unterschiedliche Signale kämen. Moskau sei alarmiert, dass dahinter der Versuch stehen könne, weiter Druck auf die «rechtmäßige Führung in Damaskus» auszuüben.

Nach dem US-Truppenabzug aus dem nordsyrischen Grenzgebiet zur Türkei plant das Pentagon, zusätzliche militärische Kräfte zum Schutz der Ölfelder in den Osten Syriens zu schicken. Der prominente russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow wies das als Vorwand zurück. In Wahrheit wollten die USA verhindern, dass Syrien als rechtmäßiger Eigentümer der Ölquellen Geld verdiene.

Russisch-türkische Vereinbarung für die Region

Der Kreml forderte, die am Dienstag in Sotschi getroffenen Vereinbarungen Russlands mit der Türkei umzusetzen. Wenn die bewaffneten Kurden sich nicht zurückzögen, dann bekämen sie es bald direkt mit dem türkischen Militär zu tun, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Das russische oder das syrische Militär werde bewaffnete Kurden, die ihren Abzug verweigerten, nicht schützen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies zudem die Möglichkeit einer Kontrolle der Region durch Nato-Truppen zurück. Es gebe eine russisch-türkische Vereinbarung für die Region. Von der Nato sei hingegen dort nichts Gutes zu erwarten. Russland steht im Syrien-Konflikt fest an der Seite des umstrittenen Machthabers Baschar al-Assad. Die russischen Truppen sind aus Moskauer Sicht die einzigen, die sich in Syrien legal aufhalten.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.