Symbolbild: imago images/Steve Bauernschmidt

Sorge nach Wahl in Thüringen

28.10.2019 19:22 Uhr

Die deutsche Wirtschaft hat Angesichts der Landtagswahl in Thüringen ihre Besorgnisse kundgetan. «Das Wahlergebnis gibt Anlass zu großer Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die politische Stabilität und vor allem die politische Handlungsfähigkeit zunächst in Thüringen, aber auch auf Bundesebene», erklärte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, am Montag in Berlin.

In Thüringen sei von einer langen Zeit der Regierungsbildung auszugehen. Diese mache es den Betrieben schwer zu planen sowie Investitions- wie Beschäftigungsentscheidungen zu treffen. «Dass die Thüringerinnen und Thüringer in der Mehrheit Parteien an den Rändern des politischen Spektrums ihre Stimme gegeben haben, ist in keiner Weise förderlich für den Wirtschaftsstandort Deutschland», fügte Wollseifer hinzu.

Mittelstand ist alarmiert

Ähnlich äußerte sich der Präsident des Mittelstandsverbandes BVMW, Mario Ohoven. «Aus Sicht des Mittelstands ist es alarmierend, dass in Deutschland Mehrheiten für eine wirtschaftsfreundliche und wachstumsorientierte Politik immer unwahrscheinlicher werden», betonte Ohoven. Der zehn Jahre währende Aufschwung habe zu einer «brandgefährlichen» Sorglosigkeit geführt. Ohoven forderte von der Bundesregierung ein Wachstumspaket gegen den Abschwung.

(an/)

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