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Sorge über Erfolge der AfD

2.9.2019 14:53 Uhr

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) hat mit Erschütterung auf die starken Stimmengewinne der AfD bei den Landtagswahlen im Osten reagiert. «Die Wahlen in Brandenburg und Sachsen machen deutlich, dass Rassismus in den neuen Bundesländern wieder mehrheitsfähig geworden ist», sagte der TGD-Vorsitzende Gökay Sofuoglu am Montag. Das müsse die ganze Gesellschaft aufrütteln.

Noch wichtiger sei, «dass die demokratischen Parteien endlich aufhören müssen, sich die Agenda von rechten Strömungen diktieren zu lassen».

In Sachsen war die AfD am Sonntag mit 27,5 Prozent hinter der CDU auf dem zweiten Platz gelandet. In Brandenburg, wo die SPD trotz großer Verluste Nummer Eins blieb, erhielt die AfD 23,5 Prozent der Stimmen.

"Heimat soll wieder Heimat bedeuten"

Der AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz hatte im Wahlkampf viel über kulturelle Identität gesprochen. Dabei sagte er Sätze wie «Das ist die Heimat des deutschen Volkes und keiner beliebigen Bevölkerung» und «Wir setzen einen Kurs, in dem Heimat wieder Heimat bedeutet».

Die Türkische Gemeinde warnte davor, die Wahlergebnisse zu «verharmlosen». Der Zusammenschluss türkischer Migrantenverbände erklärte: «Wir müssen deutlich machen, dass eine vielfältige und offene Gesellschaft keine Belastung ist, die durch Migration entsteht, sondern vielmehr eine Chance, um überkommene Verfahrensweisen und Systeme mutig zu überdenken und Chancengleichheit aller in Deutschland lebenden Menschen zu ermöglichen.»

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen trat dem Vorwurf entgegen, die AfD grenze Menschen mit Migrationshintergrund aus. Er sagte: «Wir wenden uns nur kategorisch und sehr deutlich gegen die illegale Migration.»

(an/dpa)

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