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Sonderzölle treiben Inflation hoch

9.5.2019 19:46 Uhr

US-Notenbanker sprechen sich unisono gegen neue Sonderzölle aus. Ihre Befürchtung: Die Maßnahmen könnten die Inflation antreiben. Es steht dann zu erwarten, dass die Importeure die höheren Preise sofort an den Verbraucher durchreichen.

Die Erhebung neuer Sonderzölle auf chinesische Waren durch die USA könnte nach Einschätzung eines amerikanischen Notenbankers die Inflation anheizen. Die Zollerhöhungen könnten in Form von höheren Preisen an die Verbraucher weitergegeben werden, sagte der Präsident des Fed-Ablegers von Atlanta, Raphael Bostic, am Donnerstag. "Dann müssen wir sehen, wie sich die Konjunktur entwickelt", ergänzte Bostic. Die US-Wirtschaft komme ohnehin allmählich an einen Punkt, wo der Inflationsdruck einen Gang höher schaltet. "Ich denke, wir sind beinahe am Höhepunkt angekommen, wo wir Preisbewegungen sehen werden".

Unter den bangen Blicken der Investoren weltweit steuern die beiden größten Handelsmächte derzeit auf eine Kraftprobe im Zollstreit zu. Die USA wollen mitten in den Verhandlungen mit China neue Sonderzölle erheben. China drohte erneut mit Gegenmaßnahmen, sollten die USA weitere Zölle erheben. Trump hat damit gedroht, in der Nacht zum Freitag (06.00 Uhr MESZ) Importzölle auf chinesische Produkte im Volumen von 200 Milliarden Dollar auf 25 von bislang zehn Prozent zu erhöhen. Für Donnerstag und Freitag ist eine neue Gesprächsrunde zur Lösung des Streits in Washington geplant.

(ce/Reuters)