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Sommerfest in Halle abgesagt

20.7.2019 20:01 Uhr

In Halle wurde die geplante Demonstration der rechtsextremen Identitären Bewegung abgesagt. Das habe die Versammlungsbehörde am Samstagnachmittag entschieden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Grund seien Sicherheitsbedenken.

Ursprünglich wollten die Anhänger der Bewegung in der Nähe ihres Hauses in Halle in Sachsen-Anhalt, das als Zentrale in Deutschland gilt, durch die Straßen ziehen. Stattdessen versammelten sie sich bei einem als Sommerfest deklarierten Treffen vor dem Gebäude. Nach ersten Polizeiangaben waren rund 250 Anhänger der Bewegung vor Ort.

"Halle gegen Rechts"

Mit Sitzblockaden und lautstarken Protesten stellten sich Hunderte Menschen dem Treffen entgegen. In der Innenstadt gab es auf dem Marktplatz ein buntes Bürgerfest, das Stadt und Universität veranstalteten. Zu den Gegenprotesten, zu denen vor allem das Bündnis "Halle gegen Rechts" aufrief, kamen nach Angaben des Veranstalters etwa 3000 Menschen. Die Polizei sprach zunächst von mehreren Hundert Teilnehmern. Nach Angaben der Polizei blieben die Proteste zunächst weitestgehend friedlich.

Der Verfassungsschutz hat die Identitäre Bewegung nach jahrelanger Prüfung kürzlich als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt eingestuft.

(an/dpa)

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