dpa

Sohn von Ex-Bundespräsident von Weizsäcker erstochen

20.11.2019 8:35 Uhr

Bei einem Vortrag in Berlin wurde Fritz von Weizäcker, Sohn des Ex-Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, erstochen. Ein weiterer Mann wurde bei dem Angriff schwer verletzt.

Chefarzt Fritz von Weizsäcker sei am Dienstagabend während eines Vortrags in der Schlosspark-Klinik im Stadtteil Charlottenburg angegriffen worden, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei der Nachrichtenagentur AFP. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen sei er noch vor Ort verstorben. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Ein Teilnehmer der Veranstaltung, der den Angreifer aufhalten wollte, sei schwer verletzt worden. Die Polizei machte keine Angaben zur Identität des Verdächtigen oder zum Tatmotiv. Der Vortrag war den Angaben zufolge öffentlich und konnte nach Anmeldung besucht werden. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Mordes ein.

"Ein passionierter Arzt und feiner Mensch"

Kurz nach der Tat teilte FDP-Chef Christian Lindner im Kurzbotschaftendienst Twitter seine Trauer über den Tod von Fritz von Weizsäcker: "Mein Freund Fritz von Weizsäcker wurde heute Abend in Berlin erstochen. Ein passionierter Arzt und feiner Mensch. Neulich noch war er bei uns zuhause zum Grillen. Ich bin fassungslos und muss meine Trauer teilen. Einmal mehr fragt man sich, in welcher Welt wir leben." Die Schwester von Fritz von Weizäcker, Beatrice von Weizäcker, drückte auf Instagram ihr Entsetzen aus und veröffentlichte mit den Worten "Gib acht auf meinen Bruder" das Bild eines Kreuzes.

Der 59-Jährige Weizsäcker war seit 2005 Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I an der Schlosspark-Klinik. Von 1979 bis 1987 studierte er Humanmedizin in Bonn und Heidelberg. Es folgten Stationen in Freiburg, Boston und Zürich, wie es auf der Webseite der Schlosspark-Klinik heißt. Weizsäckers Vater, Richard von Weizsäcker, war von 1984 bis 1994 Bundespräsident und zuvor unter anderem Bundestagsabgeordneter für die CDU sowie Regierender Bürgermeister von Berlin.

(be/afp)

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