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So sollen die Moscheen in Deutschland wieder öffnen

5.5.2020 21:23 Uhr

Die Christen dürfen wieder die Kirche besuchen, nun sollen auch die Moscheen in der Corona-Krise vorsichtig öffnen. Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) hat einen entsprechenden Plan vorgelegt, der ab Samstag (9. Mai) umgesetzt werden soll. Dann können die Gläubigen unter strengen Auflagen wieder gemeinsam miteinander beten.

"Uns liegt viel daran, die schrittweise Öffnung der Moscheen behutsam und transparent umzusetzen", betont KRM-Sprecher Burhan Kesici vom Islamrat in Köln.

Mundschutz und zwei Meter Abstand

Doch was heißt das genau? Gemeinschaftsgebete sollen demnach in den Moscheen erst einmal nur zu weniger frequentierten Gebetszeiten - morgens, mittags und nachmittags - unter Auflagen stattfinden. Die sonst stark besuchten Nachtgebete im Fastenmonat Ramadan sowie die Freitags- und Festtagsgebete bleiben vorerst ausgesetzt.

Desweiteren werden - wie bei den christlichen Gottesdiensten auch - die Besucherzahlen begrenzt und ein Mindestabstand von zwei Metern beziehungsweise eine Fläche von zehn Quadratmetern pro Besucher vorgeschrieben. Zudem werden Namen und Telefonnummern aufgeschrieben, um eine mögliche Infektionskette nachzuvollziehen.

Außerdem müssen Moscheebesucher mindestens zwölf Jahre alt sein und einen Mundschutz tragen. Die Sanitäranlagen einschließlich der Waschräume bleiben geschlossen.

Vorgaben werden laufend überwacht

Kesici ist überzeugt, dass sich die Gemeinden an die Sicherheitsbestimmungen halten. Die Vorgaben würden laufend überwacht und gegebenenfalls ergänzt. Auch Lockerungen sind möglich, eine Entscheidung darüber hängt aber von der jeweiligen Bund-Länderkonferenz zur Corona-Lage ab.

Im Koordinationsrat sind die vier großen Islamverbände Ditib, Zentralrat der Muslime, VIKZ und Islamrat zusammengeschlossen, der Vorsitz wechselt turnusmäßig.

(bl)

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