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So behält man immer den Überblick über Einnahmen und Ausgaben

26.7.2019 9:09 Uhr

Wer möchte nicht jeden Monat mit einem guten Gefühl seine Kontoauszüge betrachten?

Um seine Ausgaben voll im Griff zu haben, reicht es nicht, diese nur zu reduzieren, sondern man sollte auch die Einnahmen dem notwendigen Bedarf anpassen. Es gibt also nicht nur die Seite der reinen hypothetischen Planung, sondern auch die der praktischen Umsetzung.
Was genau der reale Bedarf ist, was man bei der Kalkulation beachten sollte, und wie man Ausgaben steuern kann, wird hier anschaulich und leicht verständlich beschrieben.

"DIY" ist die Abkürzung von "Do it yourself" und bedeutet grob übersetzt "Mach es selber", diese Devise gilt auch für das private Finanzmanagement. Denn nicht immer ist die Hilfe eines Profis notwendig. Mit diesen DIY-Tipps kann man auch ohne großes Hintergrundwissen, seine Finanzen in den Griff bekommen und mit einem cleveren Finanzmanagement Rücklagen bilden.

Professionelle Unterstützung beim Finanzmanagement – was ist der Unterschied zwischen einem Finanzmakler und einem Finanzberater?

Bei über 140 verschiedenen Angeboten von Versicherungsunternehmen in unzähligen Sparten der Versicherungsmöglichkeiten, angefangen bei KFZ bis privater Krankenversicherung, ist es fast unmöglich, als Privatperson auch nur im Ansatz einen Überblick zu bekommen.

Desweiteren gibt es eine Vielzahl von seriösen und weniger seriösen Angeboten für Kapitalanlagen, in den utopischsten Genres des Finanzmarktes. Auch hier ist es nicht ganz anspruchslos, wenn man sich das passende Produkt für seine finanzielle Vorsorge suchen will. Hier ist die Unterstützung eines versierten Finanzmaklers zielführender als jeder Stunt mit eigenen Recherchen.

Ein Makler wird in der Regel direkt vom Klienten bezahlt, und kann aus diesem Grund frei und ohne Anbindung an ein bestimmtes präferiertes Finanzinstitut agieren. Ein Finanzberater hat meist nur einige wenige Vertragspartner wie Banken und Versicherungen, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet und von denen er für neue Vertragsabschlüsse honoriert wird. Daher wird er meist nicht das beste Angebot des Marktes, sondern das beste seiner Vertragspartner anbieten.

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Daher kann der Klient eines Finanzmaklers sicher sein, dass er unter den besten Angeboten frei auswählen kann, ohne dass die Provision des Finanzunternehmens eine Rolle spielt.

Grundlage für jede Beratung ist eine entsprechend fundierte Analyse der jeweilig vorliegenden Situation, die Wünsche und die Möglichkeiten, die zum Zeitpunkt der Beratung vorliegen. Dazu muß man dem Berater Einblick in bestehende Verträge und in die eigenen Konten gewähren, da er ansonsten keine fundierten Aussagen treffen kann.

Ebenso fließen in die Konsultation alle vorliegenden Finanzprodukte und Verträge ein, die auf ihre Sinnhaftigkeit und ihre Preise überprüft werden. Findet der Finanzmakler hierzu preiswertere Angebote bei gleicher Leistung, wird er dies in seiner Auswertung mit angeben.

Gleichzeitig stellt er aber auch Alternativlösungen vor, die ein Einsparpotential bergen. Speziell bei geplanter Investition in ein Bauprojekt oder eine Kapitalanlage sollte man in jedem Fall einen unabhängigen Berater zu Rate ziehen, der keine vertragliche Bindung an das jeweilige Unternehmen, in das man investieren will, hat.

Natürlich kann man auch allein versuchen, sich im Dschungel der Angebote zurecht zu finden. Jedoch ist es sinnvoll, wenn man sich einen kompetenten Ratgeber zur Seite stellt, der im Zweifel für Rückfragen zur Verfügung steht. Die eigene Hausbank ist hier leider nicht immer fair, sondern handelt als Wirtschaftsunternehmen wie jedes andere, das auf seine Gewinnmaximierung bedacht ist.

Was ist Finanzmanagement und wie kann ein Haushaltsplan dabei behilflich werden?

Finanzmanagement bedeutet, Dinge aktiv zu planen und zu steuern. Rücklagen zu bilden für vorhersehbare Ausgaben (z. B. KFZ-Steuer, Reparaturen, Reifenwechsel, Autokauf und vieles mehr). Ebenso ist Finanzmanagement ein Hilfsmittel, um den Überblick über notwendige und unnötige Kostenfaktoren zu erhalten und so an manchen Stellen Einsparungen zu machen.

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Der Haushaltsplan ist hierzu ein wichtiges Instrument, das zum Einen eine Bilanz zwischen den wiederkehrenden und den singulären Ausgaben sowie den verfügbaren Einnahmen bildet. Zum Anderen hilft der Haushaltsplan, sich an termingebundene Zahlungen zu erinnern und diese fristgerecht zu leisten, um Mehrkosten zu vermeiden.

Kurze Zusammenfassung:

Durch Finanzmanagement verschafft man sich einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben. Beim Finanzmanagment werden die wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Kosten kalkuliert, um:

  • Rücklagen zu bilden
  • unnötige Kostenfaktoren zu mindern (überflüssige Versicherungen, Abonemments etc.)
  • mit dem vorhandenen Guthaben leichter über den Monat zu kommen
  • vorhandene Schulden und Kredite abzubezahlen

Mit dem Drei-Konten-Modell Überblick über eigene Finanzen verschaffen

Es gibt verschiedene Methoden, die man als Privatperson anwenden kann, um sich einen Überblick über seine Finanzen zu verschaffen. Wer nicht genau weiß, was seine monatlichen Einnahmen und Ausgaben sind, der kann sich hierfür an seinen Finanzberater wenden und um eine Finanzanalyse bitten.

Denn beim Finanzmanagment spielen die Einnahmen, Ausgaben und natürlich auch die monatlichen Fixkosten eine wichtige Rolle. Hat man diese Informationen erst einmal zusammengefasst, existieren verschiedene Methoden um sich einen Überblick über seine Finanzen zu verschaffen.

Zum Beispiel existiert das Drei-Konten-Modell, das sich besonders gut für Freiberuflicher eignet. Hierzu benötigt man:

  • Ein privates Girokonto
  • Ein geschäftliches Girokonto
  • Ein Geldmarktkonto für anfallende Steuern etc.

Dies funktioniert folgendermaßen:

Alle Einnahmen laufen über das Geschäftskonto. Die Einnahmen auf dem Geschäftskonto werden jeweils in Steuer und Nettoeinkommen aufgeteilt. Das Nettoeinkommen wird auf das Privatkonto gebucht, während die Steuer auf das Geldmarktkonto umgebucht wird

Jedoch ist das noch lange nicht alles:

Wer sich mit dem Erstellen von Excel Dateien auskennt, kann sein monatliches Einkommen, seine Ausgaben und seine Fixkosten in einer Excel Datei festhalten. Dadurch kann man sich bereits nach kürzester Zeit einen Überblick über seine Finanzen verschaffen und sich je nach Bedarf Gedanken über mögliche Sparmodelle machen.

Und für diejenigen, die sich besser mit Mobilgeräten auskennen: Mittlerweile gibt es zahlreiche, teilweise kostenlose Handyapps, die einem dabei behilflich werden, die eigenen Finanzen im Blick zu behalten. Auch wenn man sich nicht allzu gut mit elektronischen Endgeräten auskennt, so sind die meisten Handyapps sehr schlicht gehalten und eigenen sich für jedermann.

Fallstricke auf die man achten sollte

Jede Finanztransaktion birgt gewisse Risiken, die sich teils erst nach Jahren, oder schlimmstenfalls erst nach Ende der Laufzeit herausstellen.
Auch gab es schon in der Vergangenheit zahlreiche Gesetzesänderungen, die die ehemals gute Absicherung zur Luftnummer werden ließen.
Ebenso schuf der Staat vermeintliche Finanzbonbons wie die Riester-Rente, die sich aber vielfach als saurer Drop entpuppten.

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Um nach Jahren der harten Sparphase nicht als Verlierer dazustehen, muss man vorausschauend und auch knallhart kalkulierend seine Ziele bestimmen und deren Realisierung mit den besten Anbietern anstreben.
Dazu gehört auch, sich keine Angst machen zu lassen, Stichwort Überversorgung, sich nicht von Jedermann irgendwelche Verträge aufschwatzen zu lassen, sondern nur das abzuschließen, was man selbst vorhatte, abzuschließen.
Generell gilt, dass man nur dann etwas beiseite legen kann, wenn jeden Monat vom Einkommen etwas übrig bleibt.

Vielfach werden aber Investments angeboten, die einzig als Steuersparmodell dienen sollen, obwohl man durch das eigene niedrige Einkommen so gut wie nichts an Steuern spart – kompletter Unfug also. Hier auf die Zukunft zu reflektieren, und einen mehrstelligen Betrag zu investieren, nur um eine fiktive Steuer irgendwann in ferner Zukunft zu senken, ist absolut sinnfrei.

Besser ist allemal, wenn man einen monatlichen Betrag festlegt, den man dann jährlich prüft und sinnvoll investiert. Dazu sollte man wissen, ob man eher risikofreudig oder lieber vorsichtig agieren will. Denn nirgendwo sonst gibt es mehr Spielraum als in der Finanzbranche. Hohes Risiko bietet hohe Gewinnchancen. Kleines Risiko bietet kleine Renditen. Jedoch sollte diese Erkenntnis nicht zur Untätigkeit verleiten, denn diese kostet das meiste Geld, und zwar das, das man nicht verdient.

(Hürriyet.de)

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