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Skitalent Sila rettet 12-Jährigen vor Sturz aus dem Sessellift

17.2.2020 14:20 Uhr

Um sich für die Olympischen Spiele in China zu qualifizieren nahm die 19-jährige türkische Nationalteam-Skifahrerin Sila Kara in der letzten Woche am Krvavec Giant Slalom Wettbewerb in Slowenien teil – und wurde plötzlich zur Heldin.

Sie rettete einem Zwölfjährigen das Leben, als dieser aus dem Sessellift rutschte. Erst schaffte der Junge es, sich an den Skiern der Profisportlerin festzuhalten, während sie ihre Handschuhe abnahm und seine Hände griff. Fast 15 Minuten lang hielt Sila Kara den Jungen fest und beruhigte ihn, bis endlich Hilfe eintraf und den Jungen sicher zu Boden brachte.

Ein Herz für Sila Kara - Ein toller Empfang in ihrem Heimatclub in Erzurum (Bild: dha)

Trotz der Hilfeschreie des Jungen habe es länger gedauert, bis die Betreiber auf die brenzlige Situation aufmerksam wurden. Als Sila Kara merkte, wie der Junge sich nicht länger an ihren Skiern festhalten konnte und anfing, zu rutschen, riss sie sich die Handschuhe von den Händen und griff nach den Händen des Jungen. Rund 15 Minuten schaffte es die Sportlerin, den Jungen zu beruhigen und festzuhalten.

Slowenien feiert Sila als Heldin

Die spektakuläre Rettungsaktion machte schnell die Runden auf den sozialen Medien – und als Sila Kara aus Slowenien abreisen wollte, erwartete sie am Flughafen von Ljubljana eine Überraschung: Der Polizeipräsident von Krvavec erwartete sie dort mit Blumen und einer Medaille. In Krvavec, dem bekanntesten Skigebiet Sloweniens, wird Sila wohl für immer eine Heldin bleiben.

Jubel zur Begrüßung

Auch in ihrem Verein, dem Erzurum Kayak Kulübü, wurde Sila mit Jubel empfangen. Der Präsident des Clubs, Atakan Alaftargil, der selbst bei den Olympischen Spielen 2002 in den USA an den Start ging, sagt stolz: "Die türkische Fahne auf internationalem Parkett zu vertreten und dabei auch noch zu solch einer Heldin zu werden, ist wundervoll"

Auch ihre Club- und Teamkameraden feierten das 19-jährige Nachwuchstalent, indem sie sie hochleben ließen.

(Berna Ehrhardt)

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