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Skisprung-Ikone Nykänen im Alter von nur 55 Jahren gestorben

4.2.2019 9:27 Uhr

Der frühere Ausnahme-Skispringer Matti Nykänen ist tot. Der Finne starb im Alter von 55 Jahren, wie die Sportabteilung des finnischen Ministeriums für Bildung und Kultur bestätigte.

Zuvor hatte das finnische Magazin "Seiska" darüber berichtet. Dem Magazin zufolge starb Nykänen in der Nacht zum Montag. Der ehemalige Sportler sei seit einiger Zeit krank gewesen, sagte der Chef des Finnischen Skisprungverbandes Mika Kulmala

Viermal Gold bei Olympia

Nykänen zählt zu den größten Skispringern aller Zeiten. Bei Olympia in Sarajewo 1984 und Calgary 1988 gewann er insgesamt viermal Gold und einmal Silber. Viermal holte er sich den Gesamt-Weltcup - das schaffte bislang sonst nur der Pole Adam Malysz.

Die Vierschanzentournee gewann er zweimal. In Finnland wurde er 1985 und 1988 zum Sportler des Jahres gewählt. Den ersten seiner 46 Weltcup-Siege sicherte er sich am 30. Dezember 1981 in Oberstdorf, seinen letzten am 1. Januar 1989 in Garmisch-Partenkirchen.

Häusliche Gewalt und Messer-Attacke

Die Biografie von Nykänen, sechsmal Weltmeister und viermal Sieger des Gesamtweltcups, nahm nach seinem Karriereende allerdings eine tragische Wende. Der Ausnahmesportler wurde wegen wiederholter häuslicher Gewalt und einer Messer-Attacke auf einen Freund verurteilt, außerdem prägten Alkoholexzesse, gescheiterte Ehen und Geldprobleme sein Leben.

(bl/afp/dpa)