epa/Ronen Zvulun

Sitzung des israelischen Sicherheitskabinetts vertagt

6.1.2020 0:04 Uhr

Medienberichte zufolge ist eine geplante Beratung des israelischen Sicherheitskabinetts zu den möglichen Auswirkungen der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani verschoben worden. Die ursprünglich für Sonntag vorgesehene Sitzung des engsten Kabinettskreises um Regierungschef Benjamin Netanjahu solle nun erst am Montagnachmittag stattfinden, hieß es.

Dabei soll es den Berichten zufolge darum gehen, wie Israel sich auf mögliche Racheangriffe des Irans auf israelische Ziele vorbereiten kann.

Seit dem tödlichen US-Angriff in Bagdad ist Israel in erhöhter Alarmbereitschaft. Das US-Militär hatte Soleimani in der Nacht zum Freitag in der irakischen Hauptstadt Bagdad gezielt getötet.

Netanjahu lobte Tötung

Netanjahu lobte bei einer Regierungssitzung am Sonntag erneut das amerikanische Vorgehen. «Ghassem Soleimani ist für den Tod vieler amerikanischer Bürger verantwortlich und den vieler anderer Unschuldiger in den vergangenen Jahrzehnten und in der Gegenwart», sagte der Regierungschef nach Angaben seines Büros. «Soleimani hat viele Terroranschläge im ganzen Nahen Osten und anderswo initiiert, geplant und ausgeführt.» US-Präsident Donald Trump verdiene jede Anerkennung für «sein entschlossenes, starkes und schnelles Vorgehen». Israel stehe voll an der Seite der USA «im gerechten Kampf für Sicherheit, Frieden und Selbstverteidigung».

Netanjahu warnt immer wieder vor einer iranischen Expansionspolitik im Nahen Osten und wirft Teheran seit Jahren vor, trotz der Atomvereinbarung von 2015 heimlich den Bau von Nuklearwaffen anzustreben. Er hat den Iran als «größte Bedrohung der Existenz Israels» eingestuft. Israels Luftwaffe hat in den vergangenen Jahren mehrmals iranische Ziele in der Region angegriffen. Israel will vor allem verhindern, dass sein Erzfeind Nummer eins seinen Einfluss im Nachbarland Syrien militärisch weiter ausbaut.

(an/dpa)

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