Simulator statt Nürburgring - Truck-Grand-Prix wechselt ins Internet

19.7.2020 11:00 Uhr

Sascha Lenz ist Rennfahrer. Er fährt Trucks mit 1000 PS und 12 Litern Hubraum, und auf der Strecke wird er ordentlich durchgeschüttelt. Den 5,3 Tonnen schweren Truck in den Kurven zu halten ist echte Schwerstarbeit. Auf bis zu 160 km/h beschleunigt der Renntruck. Normalerweise.

Denn seit alle Rennen in der Serie, die die Fahrer durch ganz Europa austragen, coronabedingt abgesagt wurden, fährt und trainiert Sascha Lenz so...am Simulator.

"Die ganzen Fliehkräfte fehlen, auch das feine Gefühl für den Truck, das fehlt einfach an dem Simulator, und wir versuchen einfach den Simulator weiter auszubauen, um dann im Winter weiter trainieren zu können."

Für die Serie wurde extra eine Software mit allen Strecken entwickelt. Diese Software ist mal zu schnell, mal zu langsam, sagt der Rennfahrer, aber natürlich viel besser als nichts. Der gesamte Simulator bewegt sich - nur die G-Kräfte beim Be- und Entschleunigen fehlen.

Und noch etwas:

Das Live-Feeling und Rennen ohne Fans ist natürlich auch nicht dasselbe. Die virtuellen Rennen werden aber immerhin im Internet übertragen.

"Wir haben momentan eine schwierige Zeit, trotz allem hoffen wir, dass wir nachher fahren können, auch wenn es dann ohne Zuschauer sind, oder ohne die Öffentlichkeit, ich hoffe dann wird es mehr in den Social Media Kanälen gepusht, damit auch der letzte uns noch sieht."

So ganz kann der Simulator das echte Fahren also nicht ersetzen. Noch hat der 23-Jährige die Hoffnung, dass die Serie wieder auf die echte Rennstrecke kommt. In der Formel 1 ging das ja auch.

(it/dpa)