epa/Aaron Ufumeli

Simbabwe: 200 Demonstranten verhaftet

15.1.2019 9:42 Uhr

Gegen eine Verdoppelung der Benzinpreise sind in Simbabwe die Menschen auf die Straße gegangen. 200 von ihnen wurden nun verhaftet.

Eine Person wurde getötet und mehrere Demonstranten wurden bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften verletzt, wie Innenminister Owen Ncube am Dienstag erklärte.

Die Polizei hatte zur Unterdrückung der Proteste am Montag teilweise auch scharf geschossen. In Armenvierteln am Rande der Hauptstadt Harare patrouillierten auch Soldaten. Am Dienstag blieben in der Innenstadt - einem Aufruf der Gewerkschaften folgend - fast alle Geschäfte geschlossen.

Demonstrationen gegen Präsident Mnangagwas

Die Proteste richteten sich gegen die am Wochenende beschlossene Benzinpreiserhöhung und gegen Präsident Emmerson Mnangagwas gescheiterte Wirtschaftspolitik. Die Regierung machte die Opposition für die Zusammenstöße verantwortlich. Am Montagabend verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf den Sitz der größten Oppositionspartei MDC; es entstand nur Sachschaden.

Das arme Land im südlichen Afrika befindet sich in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit einer Phase der Hyperinflation vor zehn Jahren. Die Regierung hat den Preis für einen Liter Benzin ab sofort von rund 1,30 US-Dollar auf 3,33 US-Dollar (etwa 2,90 Euro) erhöht. Benzin ist Mangelware, weil es dem Land an Devisen fehlt.

(an/dpa)