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Sigmar Gabriel will offenbar politische Karriere beenden

25.5.2019 20:32 Uhr

Wie der "Tagesspiegel" in seiner Sonntagsausgabe berichtet, will der frühere SPD-Vorsitzende und Ex-Außenminsiter Sigmar Gabriel bei der nächsten Bundestagswahl offenbar nicht erneut für den Bundestag kandidieren. Darüber habe er bereits die drei Vorsitzenden seiner regionalen SPD-Kreisverbände informiert.

Gabriel sei schon länger fest entschlossen gewesen, seine politische Laufbahn endgültig zu beenden.Gabriel habe diese Entscheidung aber nicht vor der Europawahl an diesem Sonntag öffentlich machen wollen, um keine zusätzliche Unruhe in den Wahlkampf zu bringen, berichtete die Zeitung weiter. Die Partei am Ort solle aber genug Zeit haben, eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten zu finden. Gabriel selbst wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern.

Keine Lust mehr auf das "Theater in Berlin"?

Alle Versuche der regionalen SPD-Vertreter, den früheren Vorsitzenden umzustimmen, scheiterten demnach. "Wir bedauern das sehr, weil es schwer werden wird, seine Ergebnisse zu halten. Aber man kann schon verstehen, dass er sich das Theater in Berlin nicht länger antun will", sagte einer der Teilnehmer dem "Tagesspiegel". Die Frage, ob Gabriel sein Bundestagsmandat bis zum Ende der Wahlperiode behalte oder früher ausscheide, sei auch thematisiert, aber nicht endgültig entschieden worden. Gabriel war 1977 in die SPD eingetreten und sitzt seit 2005 im Bundestag. Von 2009 bis 2017 war er der Vorsitzende der SPD. Der frühere Außenminister ist Autor der Holtzbrinck-Gruppe, zu der auch der "Tagesspiegel" gehört.

(be/afp)