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Sieg für konservative Regierungspartei

5.11.2019 12:41 Uhr

In Bulgarien hat sich bei den Kommunalwahlen die konservative Regierungspartei GERB des Ministerpräsidenten Boiko Borissow als stärkste politische Kraft behauptet, allerdings nicht so überzeugend wie vor vier Jahren. In der heftig umkämpften Hauptstadt Sofia kann die amtierende Oberbürgermeisterin Jordanka Fandakowa (GERB) eine vierte Amtszeit antreten. Sie gewann die Wahl offiziellen Angaben vom Montag zufolge aber erst in einer Stichwahl am Sonntag.

Damit wurde ein großer Imageverlust für die GERB eineinhalb Jahre vor Amtszeitsende des bürgerlich-nationalistischen Koalitionskabinetts von Boiko Borissow abgewendet. "Wir haben eine weitere Bestätigung für GERB an der Macht, aber auch einen Riss in der Vorherrschaft von GERB", kommentierte der Politologe Ognjan Mintschew in der Wahlnacht.

GERB stellt Bürgermeister in Warna

In der 1,3-Millionen-Stadt Sofia erhielt Fandakowa der Wahlkommission zufolge 49,98 Prozent der Stimmen. Ihre von den oppositionellen Sozialisten unterstützte unabhängige Herausforderin Maja Manolowa bekam 45,13 Prozent. Oppositionskandidaten der pro-westlichen Partei Demokratisches Bulgarien (DB) und der Sozialisten gewannen allerdings die Bürgermeisterämter in der Hälfte der 24 Bezirke der Hauptstadt.

Landesweit gewannen die GERB-Kandidaten die Bürgermeisterämter in neun Regionalzentren einschließlich Warna am Schwarzen Meer und Plowdiw, das neben Matera in Italien 2019 Europas Kulturhauptstadt ist. Die Sozialisten setzten sich in drei Regionalzentren durch wie etwa in der Donaustadt Russe. In sechs weiteren Regionalzentren werden Unabhängige ins Bürgermeisteramt einziehen. Die Stichwahlen in vielen Städten und Gemeinden des Balkanlandes waren notwendig geworden, weil in der ersten Wahlrunde am 27. Oktober keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichen konnte.

(an/dpa)

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