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Sieben Prozent der Stellen bei Tesla gestrichen

18.1.2019 13:13 Uhr

Um Kosten zu sparen, muss der Hersteller von Elektroautos Arbeitsplätze abbauen. So will er sein 3er-Modell günstiger anbieten zu können. Geplant ist der Abbau von 7 Prozent der Vollzeitstellen, wie Tesla-Chef Elon Musk am Freitag seinen Mitarbeitern mitteilte.

Die Produktion will Musk hingegen hochfahren. Tesla hatte nach Angaben Musks vom Oktober zuletzt rund 45 000 Mitarbeiter. Sollte es sich dabei komplett um Vollzeitstellen handeln, wären damit rund 3150 Arbeitsplätze betroffen.

Der Stellenabbau sowie die Einsparungen sollen es Tesla ermöglichen, sein Modell 3 in der Standardversion für 35 000 US-Dollar anzubieten und so mehr Kunden zu gewinnen. Derzeit liegt der Einstiegspreis bei 44 000 Dollar.

Schwächeres Ergebnis im vierten Quartal

In der Mitteilung an die Mitarbeiter schrieb Musk auch, dass erste Berechnungen auf ein schwächeres Ergebnis im vierten Quartal im Vergleich zu den drei Monaten zuvor hinwiesen. Tesla hatte im dritten Quartal überraschend einen Gewinn ausgewiesen. Musk hatte dies anschließend auch für die letzten drei Monate des Jahres angekündigt. Auch wenn es mit großen Schwierigkeiten und Anstrengungen verbunden sei, so hoffe man mit ein bisschen Glück in diesem Jahr einen kleinen Gewinn zu erzielen, so Musk.

Tesla hatte erst Anfang Januar mit schwächeren Auslieferungszahlen enttäuscht. Demnach brachte der Autohersteller im vierten Quartal weniger Elektroautos an die Kundschaft als erwartet. Der Konzern lieferte insgesamt 90 700 Fahrzeugen aus, davon entfielen 63 150 Stück auf den Hoffnungsträger Model 3. Auch wenn Tesla sich damit im Jahresvergleich um mehr als das Dreifache steigerte und neue Rekordwerte erreichte, war an der Wall Street mit stärkeren Zahlen gerechnet worden.

Das Model 3 ist das erste günstigere E-Auto von Tesla, mit dem Musk den Sprung in den Massenmarkt schaffen will. Der Produktionsstart war jedoch holprig verlaufen. Zuletzt nahm die Fertigung indes weiter Fahrt auf - im vergangenen Quartal liefen insgesamt 86 555 Wagen vom Band, das waren acht Prozent mehr als im vorangegangenen Vierteljahr.

(an/afp)