epa/Atef Safadi

Sieben Fälle von Coronavirus in Bethlehem

6.3.2020 20:26 Uhr

Bei Bethlehem im südlichen Westjordanland haben sich sieben Palästinenser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handele sich um Mitarbeiter eines Hotels, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah am Donnerstagabend mit. Präsident Mahmud Abbas rief für einen Monat den Notstand für das gesamte Westjordanland aus. Die Maßnahme trat am Freitagmorgen in Kraft.

Israel riegelte zudem nach eigenen Angaben in Absprache mit der Palästinenserbehörde die Stadt Bethlehem komplett ab. Es ist nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums nicht möglich, die Stadt zu verlassen oder zu betreten.

"Touristische und religiöse Bereiche" bleiben geschlossen

Für einen Monat bleiben nun alle Bildungseinrichtungen im Westjordanland geschlossen, außerdem alle Nationalparks und alle "touristischen und religiösen Bereiche", wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete. Alle Hotelübernachtungen für Touristen würden storniert. Jegliche Art von Zusammenkünften, Feiern und Demonstrationen seien untersagt.

Abgesehen von Bethlehem blieben allerdings am Freitag im Westjordanland Moscheen für das für Muslime wichtige Freitagsgebet geöffnet ebenso wie Kirchen. In Bethlehem blieben die Gotteshäuser zu. Bereits am Donnerstagnachmittag war die weltberühmte Geburtskirche in Bethlehem geschlossen worden. Die Kirche steht an dem Ort, an dem nach christlicher Überlieferung Jesus Christus geboren wurde. Im Westjordanland leben rund 2,9 Millionen Palästinenser.

(an/dpa)

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