Symbolbild: imago images / Eibner

Sieben Beschuldigte bei Drohschreiben-Durchsuchungen

9.10.2019 20:44 Uhr

Insgesamt gibt es bei den Durchsuchungen in vier Bundesländern wegen rechtsextremer Drohschreiben sieben Beschuldigte. Sechs der Personen seien vorläufig festgenommen worden, teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München mit.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seien die sechs Verdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der siebte Beschuldigte sei bislang noch nicht angetroffen worden.

Die insgesamt 23 Schreiben vom Juli enthielten unter anderem Drohungen zu Sprengstoffanschlägen und richteten sich gegen Moscheen, Parteizentralen, Medien und andere Einrichtungen. Die Durchsuchungen mit rund 120 Beamten liefen Behördenangaben nach seit dem frühen Morgen in insgesamt sieben Objekten in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Drei Durchsuchungen in Bayern

In Bayern erfolgten drei Durchsuchungen: jeweils eine in Oberbayern, Niederbayern und Oberfranken. In Baden-Württemberg fanden die Aktionen in zwei Objekten statt, in Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es jeweils eine Durchsuchung. Nähere Angaben zu den durchsuchten Objekten machten die Behörden zunächst nicht.

Unterzeichnet waren die Drohschreiben mit «Volksfront», «Combat 18» oder «Blood and Honour». Das Neonazi-Netzwerk «Blood & Honour» (Blut und Ehre) ist verboten. Die gewaltbereite rechtsextreme Organisation «Combat 18» gilt als bewaffneter Arm von «Blood and Honour» und ist in mehreren europäischen Ländern aktiv.

(gi/dpa)

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