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Sicherheitspersonal streikt auch am Flughafen Frankfurt

11.1.2019 12:38 Uhr

Verdi erhöht in den Tarifverhandlungen den Druck: Die Dienstleistungsgewerkschaft hat das Sicherheitspersonal auf dem größten deutschen Flughafen Frankfurt am Main zum Warnstreik am Dienstag aufgerufen.

Die Beschäftigten sollen von 2 Uhr morgens bis 20 Uhr die Arbeit niederlegen, teilte Verdi am Freitag in Berlin mit. Es sei außerdem nicht auszuschließen, dass weitere Flughäfen in den Warnstreik einbezogen werden.

Erst am Donnerstag waren wegen des Warnstreiks des Sicherheitspersonals an den drei Flughäfen Köln-Bonn, Düsseldorf und Stuttgart mehr als 600 Flüge gestrichen worden. Zehntausende Passagiere waren betroffen. Am Montag hatte das Sicherheitspersonal an den beiden Berliner Flughäfen die Arbeit niedergelegt.

Verdi: Arbeitgeber bewegt sich nicht

Der erneute Streikaufruf sei notwendig geworden, weil der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) weder auf das "starke Signal" der Beschäftigten durch die Warnstreiks in Berlin noch auf die Warnstreiks in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart mit einem verhandlungsfähigen Angebot reagiert habe, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher.

Verdi fordert bundesweit eine Erhöhung des Stundenlohns im Kontrollbereich auf 20 Euro. Die Arbeitgeber lehnen das als zu hoch ab, sie bieten derzeit zwischen zwei und 6,4 Prozent Erhöhung pro Jahr. Beide Seiten wollen am 23. Januar weiter verhandeln. Vier bisherige Tarifrunden waren ergebnislos geblieben.

(bl/afp)

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