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Sicherheitsberatungen zu Bahnhöfen am Mittwoch

10.9.2019 23:02 Uhr

Das Innenministerium will am Mittwoch neue Sicherheitskonzepte für Bahnhöfe beraten. Anstoß waren zwei Morde, die für rund eineinhalb Monaten kurz nacheinander geschahen, als Menschen gezielt vor einfahrende Züge geschubst worden waren. Horst Seehofer wird der Sitzung vorstehen. Ebenso sollen Andreas Scheuer als Verkehrsminister sowie Ronald Pofalla als Bahnvorstand teilnehmen. Ziel ist es, umfassende Sicherheitskonzepte zu erarbeiten, der derartige Taten erschweren oder gar unmöglich machen.

Gut sechs Wochen nach der tödlichen Attacke auf ein Kind am Frankfurter Hauptbahnhof will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) an diesem Mittwoch mit der Bahn über mehr Sicherheit beraten. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) sollen an dem Gespräch auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla teilnehmen. Wie das RND berichtet, drängt Seehofer auf umfassende Maßnahmen für mehr Sicherheit an Bahnhöfen. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus Regierungskreisen, dass das Treffen für 13.30 Uhr im Innenministerium in Berlin geplant ist.

Nur erhöhte Polizeipräsenz scheint nicht ausreichend zu sein

Am Hauptbahnhof von Frankfurt am Main hatte ein Mann am 29. Juli einen achtjährigen Jungen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Das Kind starb noch im Gleisbett, die Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten und wurde verletzt. Der Tatverdächtige, ein 40 Jahre alter Eritreer, wurde direkt nach der Attacke gefasst. Er ist seit Ende August vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Seehofer hatte nach der Tat angekündigt, mit Bundesverkehrsministerium und Deutscher Bahn darüber sprechen zu wollen, wie sich die Sicherheit an Bahnhöfen erhöhen lässt. Unter anderem hatte er eine größere Polizeipräsenz verlangt. Die Bundespolizei, die Seehofer unterstellt ist, hatte daraufhin angekündigt, «ihre Präsenz insbesondere an den stark frequentierten Bahnhöfen verstärken» zu wollen.

(ce/dpa)

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