Symbolbild: imago/Sven Simon

Sexvideos von Minderjährigen - neue Verdächtige ermittelt

11.3.2019 14:35 Uhr

Fast 150 weiteren Personen droht in Dänemark wegen des Teilens kinderpornografischen Materials juristischer Ärger. Wie die dänische Polizei am Montag mitteilte, wurden im Rahmen der sogenannten Operation Umbrella Ermittlungen gegen 148 neue Verdächtige eingeleitet, weil sie Material von Jugendlichen beim Sex weitergegeben haben sollen.

Die Operation der Polizei dreht sich um Aufnahmen eines 15-jährigen Mädchens und eines gleichaltrigen Jungen aus dem Jahr 2015. Die beiden Jugendlichen sind bei intimen und gewalttätigen sexuellen Handlungen zu sehen.

Polizei ermittelte rund 1000 Nutzer

Das Material wurde nach Polizeiangaben über den Facebook-Dienst Messenger vor allem unter jungen Leuten weiterverbreitet. Zunächst hatte die Polizei rund 1000 Nutzer ermittelt, die die Aufnahmen geteilt haben sollen. Ein 20-Jähriger war in dem Fall Mitte Januar wegen der Verbreitung von Kinderpornografie und Kränkung zu einer 40-tägigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Weitere Verfahren laufen.

Das dänische Gesetz verbietet das Teilen von pornografischen Videos und Fotos von Minderjährigen. Eine Verurteilung kann laut der Polizei bedeuten, dass man nicht mehr in einem Kindergarten arbeiten oder Fußballtrainer sein darf.

(gi/dpa)