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Sexualattacke von fünf Kindern und Jugendlichen in Mülheim

6.7.2019 13:50 Uhr

In Mülheim an der Ruhr sollen sich drei bulgarische Jugendliche im Alter von 14 Jahren und zwei bulgarische Kinder im Alter von zwölf Jahren sexuell an einer jungen Frau vergangen haben. Anwohner wurden auf die schwere Sexualstraftat aufmerksam, schauten nach und die Tatverdächtigen flüchteten. Nach intensiver Fahndung der Polizei konnten die fünf Verdächtigen gefasst werden.

Um kurz nach 22 Uhr bemerkten Anwohner, die mit ihrem Hund am Eppinghofer Bruch "Gassi gingen", dass der Hund unruhig wurde. Als sie der Unruhe des Tiers auf den Grund gehen wollten, sprangen zwei Jugendliche aus einem Gebüsch und traten die Flucht an. Danach bemerkten sie eine junge Frau und es wurde nach Zeugenaussagen schnell deutlich, dass es sich um ein Sexualdelikt handelte, welches sie wohl unterbrochen hatten.

Opfer wird polizeilich betreut

Die alarmierte Polizei nahm die Fahndung auf, bei der auch Hunde zum Einsatz kamen. Im Bereich der Heißener Straße in Mülheim wurden die Beamtinnen und Beamten fündig. Sie stießen auf eine Gruppe Kinder und Jugendlicher, auf welche die Täterbeschreibung passte. Schnell wurde der Verdacht bestätigt, dass es sich um die gesuchten Personen handelte. Fünf Kinder und Jugendliche gelten laut Polizeibericht als "dringend tatverdächtig". Ob die Vergewaltigung durchgeführt wurde oder ob Anwohner die mutmaßlichen Täter rechtzeitig stoppen konnten, ist Gegenstand der Ermittlungen. Das Opfer der schweren Sexualstraftat wurde ins Krankenhaus gebracht, um dort ärztlich versorgt zu werden. Darüber hinaus hat die Polizei ihr Betreuung und Unterstützung zugesichert.

Vor etwas mehr als einem Jahr, im April 2018, wurde in Velbert, was nicht weit von Mülheim in Nordrhein-Westfalen entfernt liegt, eine 13-Jährige von acht bulgarischen Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren nach einem Freibadbesuch vergewaltigt. Zwei der Täter hatten versucht sich mit ihren Familie nach Bulgarien aus dem Wirkungsbereich der deutschen Justiz zu entfernen. Alle Täter sind in der Zwischenzeit zu Haftstrafen verurteilt worden.

Update 16:00 Uhr MESZ

Die dringend der Tat verdächtigen Kinder und Jugendlichen mit bulgarischer Staatsbürgerschaft wurden am Samstag nach Polizeiangaben im Beisein ihrer Erziehungsberechtigten vernommen und danach wieder in die Obhut ihrer Eltern übergeben. Das nicht zuletzt aufgrund der Gesetzeslage in Deutschland, die es nicht erlaubt, dass Kinder unter 14 Jahren strafrechtlich verfolgt werden.

(Hürriyet.de)

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