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Serkan Gölge kommt aus türkischer Haft frei

29.5.2019 20:56 Uhr

Seit 2016 saß der US-türkische Nasa-Wissenschaftler Serkan Gölge wegen Terrorvorwüfen in der Türkei im Gefängnis. Jetzt kam der prominente Häftling überraschend frei. Dies könnte eine weitere Maßnahmer zur Entspannung der zuletzt ziemlich angespannten Beziehungen zwischen der Türkei und den USA sein. Rund zwei Stunden vor der Freilassung hatten der türkische Präsident Erdogan und US-Präsident Trump miteinander telefoniert.

Die Inhaftierung Gölges, aber auch andere Fälle von in der Türkei wegen Terrorvorwürfen angeklagten US-Bürgern hatte das Verhältnis zu den USA schwer belastet. Im Fall des in der Türkei festgehaltenen Pastors Andrew Brunson hatten die USA 2018 Sanktionen gegen die Türkei verhängt und damit den Verfall der Lira stark angeheizt.

Die Entlassung könnte eine Maßnahme zur Entspannung der Beziehungen sein. Derzeit gibt es vor allem Krach, weil die Türkei von Russland das Raketenabwehrsystem S-400 kaufen will. Die USA sind strikt dagegen, weil es ihrer Ansicht nach Verteidigungssysteme der USA gefährdet - vor allem den teuren Kampfjet F-35, an dessen Produktion auch die Türkei beteiligt ist. Die USA drohen der Türkei abermals Sanktionen an, sollte das Geschäft zustande kommen.

Treffen Ende Juni?

Wenige Stunden vor der Meldung über Gölges Freilassung hatten der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und US-Präsident Donald Trump noch miteinander telefoniert. Danach hieß es aus Ankara, die beiden hätten sich auf ein Treffen am Rand des G-20-Gipfels in Japan Ende Juni geeinigt. In der amerikanischen Zusammenfassung hieß es allerdings nur, sie hätten eine Reihe bilateraler Themen diskutiert und über die Möglichkeit gesprochen, diese Diskussion bei dem G-20-Gipfel in Osaka fortzusetzen

(be/dpa)