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Serena Williams musste in psychologische Behandlung

10.7.2019 12:16 Uhr

Nach ihrer Niederlage bei den US-Open 2018, als es zum Eklat zwischen Tennis-Superstar Serena Williams und dem Schiedsrichter kam, musste sich die Tennisspielerin in psychologische Behandlung begeben.

Das erklärte die 37-Jährige in einer Kolumne für das US-Modemagazin Harper´s Bazaar. "Ich habe nach Antworten gesucht, aber obwohl ich das Gefühl hatte, Fortschritte zu machen, war ich nicht bereit, einen Schläger in die Hand zu nehmen", schreibt Williams.

Geldstrafe für "Ausraster"

Beim verlorenen Endspiel gegen die Japanerin Naomi Osaka hatte sich die 23-malige Grand-Slam-Siegerin nach einer Verwarnung wegen illegalen Coachings mit dem Schiedsrichter angelegt, stand kurz vor der Disqualifikation und wurde anschließend für ihren Ausraster mit einer Geldstrafe belegt. Bis heute empfindet sie die Situation als Beispiel für Sexismus: "Warum werden Frauen als ´emotional, verrückt und irrational´ abgestempelt, wenn sie leidenschaftlich werden?", fragte sie in dem Text.

Unterstützung durch Naomi Osaka

Bei ihrer Gegnerin, deren erster Grand-Slam-Sieg von dem Geschehen überschattet worden war, habe sie sich entschuldigt. Osaka habe ihr daraufhin Unterstützung für ihren Kampf versprochen. "Als Naomis Antwort kam, sind mir die Tränen das Gesicht heruntergelaufen", schrieb Williams. "Manche Leute verwechseln Wut mit Stärke, weil sie die beiden nicht auseinanderhalten können", habe Osaka ihr mitgeteilt.

(be/afp)

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