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Serbien gegen Türkei: Milli Takim trotz Überzahl nur 0:0

6.9.2020 23:05 Uhr, von Chris Ehrhardt

Nach den Auftaktniederlagen trafen in Belgrad Serbien und die Türkei in der Nations League aufeinander. Es wurde ein eher ereignisloser Abend, denn beiden Teams gelang es nicht, den Gegner richtig in Not zu bringen. So stand am Ende ein 0:0 auf der Anzeigetafel, welches den Spielverlauf exakt wiedergab. Die Türkei konnte nach einem Platzverweis gegen Serbien auch aus der Überzahl kein Kapital schlagen.

Serbien fand schneller als die Türkei ins Spiel und versuchte Druck auf den Kasten von Mert Günok aufzubauen. Dabei zeigte sich die türkische Hintermannschaft jedoch sattelfest und ließ keine große Gefahr aufkommen. Nach knapp 20 Minuten hatte sich die Milli Takim ins Match gespielt und operierte stärker nach vorne – ohne dabei jedoch zwingende Chancen zu erspielen. Gefahr kam dann durch die Hausherren auf, doch einen Fehler von Caglar Söyüncü konnte Aleksandar Mitrovic nicht im Kasten unterbringen. Insgesamt blieb die erste Hälfte recht ereignisarm und so ging es mit einem torlosen Remis in die Katakomben.

Fußball auf Sparflamme in Belgrad zwischen Serbien und der Türkei

In der zweiten Hälfte sah es recht zeitnah so aus, als könne das Pendel zu Gunsten der Türkei ausschlagen. Aleksandar Kolarov sah in der 49. Minute den gelben Karton und es war die zweite Gelbe für ihn – Serbien nur noch mit zehn Mann auf dem Platz. Die Türkei versuchte nun Druck aufzubauen, war dabei aber viel zu ideenlos, viel zu statisch. Vorne stand man und bewegte sich nicht. Es war, als würden die türkischen Angreifer den Gegner suchen, damit man sich selbst die Wege verbaut.


Im Mittelfeld fehlten auch die kreativen Ideen für den "tödlichen Pass". So lief man sich wieder und wieder fest. Zudem standen die Serben hinten sehr sicher, ließen keine Lücken in der Hintermannschaft klaffen. So rannte die Zeit mehr und mehr von der Uhr. Dann hatte die Milli Takim den Torschrei schon quasi auf den Lippen. Cengiz Ünder steckte schön zu Yusuf Yazici durch, doch der verfehlte die Bude knapp. Auf der Gegenseite hatte Goalgetter Aleksandar Mitrovic noch eine große Chance, aber auch daraus wurde nichts. Am Ende hatte die Türkei zwar 56 Prozent Ballbesitz, doch der Vorteil mit einem Mann mehr auf dem Feld zu stehen wurde nicht in Tore umgemünzt und es blieb beim 0:0 in einem ereignisarmen Spiel.


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