epa/Yonhab

Seoul will mit Milliarden kleineren Unternehmen helfen

20.3.2020 11:02 Uhr

Um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zu mildern, hat Südkoreas Präsident Moon Jae ein Hilfspaket von 50 Billionen Wong (36 Milliarden) angekündigt. Wichtigster Zweck sei es, ausreichend Finanzhilfen für kleine und mittlere Unternehmen, Kleinhändler und Selbstständige zur Verfügung zu stellen, um diese vor einer Insolvenz zu bewahren, sagte Moon am Donnerstag in Seoul bei der ersten Sitzung eines wegen der Krise geschaffenen "Notfall-Wirtschaftsrats".

Das Programm zur Stabilisierung der Existenzgrundlage der Menschen sei "beispiellos in seiner Größe und Ausrichtung" wurde Moon von seinem Büro zitiert.

Jüngste in einer Reihe von Maßnahmen

Das Paket wurde in dem Ad-hoc-Gremium zusammen von der Regierung, der Zentralbank und dem Finanzsektor geschnürt. Es ist die jüngste einer Reihe von Maßnahmen, mit denen sich die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens gegen die Folgen des Ausbruchs der Lungenkrankheit Covid-19 für die wirtschaftlichen Aktivitäten stemmt. Neben bereits früher beschlossenen Finanzhilfen hatte zuletzt die Bank of Korea die Zinsen gesenkt und das Parlament einen Nachtragshaushalt im Volumen von 11,7 Billionen Won verabschiedet.

Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sehen unter anderem Kreditgarantien für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 100 Millionen Won (72 000 Euro) vor. Damit soll der Zugang zu Niedrigzinskrediten vereinfacht und der Finanzsektor entlastet werden. Auch sollen Banken Kredite an kleinere Unternehmen verlängern können, wenn diese in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Der Rahmen des Pakets könne nötigenfalls erweitert werden, sagte Moon.

Südkorea war eines er ersten Länder, die von Massenansteckungen durch das Sars-CoV-2-Virus betroffen war. Die Zahl der Infektionsfälle stieg auf bisher mehr als 8500.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.