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Selecao gewinnt Copa America

8.7.2019 0:10 Uhr

Brasilien kann auch ohne Neymar gewinnen. Im Finale der Copa America gab es ein deutliches 3:1 im Finale gegen Peru. Dabei waren die Peruaner so hoffnungsfroh, nachdem Paolo Guerrero, ehemaliger Spieler vom Hamburger SV, nach der brasilianischen Führung durch Everton vom Elfmeterpunkt auf 1:1 stellen konnte. Doch Gabriel Jesus und Richarlison machten den Sieg der Selecao rund. Das war der fünfte Gewinn der Copa America, den sich Brasilien in die Bücher schreiben konnte.

Nach einer Viertelstunde nutzte der angeblich auch von Bayern München umworbene Everton auf Vorlage von Gabriel Jesus die erste gute Gelegenheit der Selecao zur Führung. Everton, einziger Spieler in der Startelf des Gastgebers, der in seiner Heimat sein Geld verdient, war ebenso wie Guerrero dreimal beim ältesten Nationenturnier der Welt erfolgreich. In der 24. Minute vergab Barca-Profi Philippe Coutinho nach einer scharfen Hereingabe des früheren Wolfsburgers Roberto Firmino vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena das mögliche 2:0 für den Favoriten. Auch in der Folgezeit blieben die Kanarienvögel am Drücker.

Guerrero eiskalt vom Punkt zum 1:1

Der früherer Hamburger und Münchner Guerrero konnte auf der Gegenseite im Gegensatz zu Firmino, der in der 36. Minute selbst noch eine gute Gelegenheit hatte, zunächst nur wenig ausrichten. Nachdem er in der 28. Minute zunächst mit einem harmlosen Kopfball auf sich aufmerksam gemacht hatte, blieb er kurz vor der Pause cool, als er einen von Thiago Silva verursachten Handelfmeter zum 1:1 nutzte.

Schiedsrichter Roberto Tobar aus Chile blieb nach Ansicht der Szene in der Review Area bei seiner Entscheidung, nach der sich der Videoassistent gemeldet hatte. Für Brasiliens Schlussmann Alisson war es nach zuletzt neun Zu-Null-Spielen der erste Gegentreffer in der regulären Spielzeit. Gabriel Jesus gab dann aber noch vor dem Halbzeitpfiff aus brasilianischer Sicht die passende Antwort. Firmino war erneut an der Vorbereitung beteiligt.

Brasilien machte sich mit einem Platzverweis das Leben schwer

Nach der Pause hatten die Peruaner, die in der Vorrunde mit 0:5 gegen Brasilien untergegangen waren, Glück, dass Coutinho (51.) und Firmino (54.) jeweils das mögliche 3:1 verpassten. Nach einer Gelb-Roten Karte für Gabriel Jesus (70.) musste Brasilien dann aber bis zum Abpfiff noch kräftig zittern, ehe der eingewechslere Richarlison vom Punkt alles klar machte. Der ehemalige Frankfurter Carlos Zambrano hatte den Strafstoß verursacht.

Das Spiel um Platz drei hatte am Vortag Argentinien 2:1 gegen den entthronten Champion Chile gewonnen.

(ce/afp)

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