epa/Jamal Taraqai

Selbstmordanschlag bei religiöser Kundgebung in Pakistan

17.2.2020 23:14 Uhr

In der Nähe einer religiösen Kundgebung in der westpakistanischen Provinz Baluchistan sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens sieben Menschen getötet worden. Weitere mindestens 21 seien bei dem Vorfall in der Provinzhauptstadt Quetta verletzt worden, sagte der Sprecher der Polizei von Quetta, Khan Mohamed, am Montag. Unter den Toten seien zwei Polizisten.

Der Attentäter habe seine Sprengstoffweste vor dem Presseklub der Stadt gezündet, als Mitglieder der sunnitischen Gruppierung Ahle Sunnat Wal Jamaat (ASWJ) eine Kundgebung abhielten.

Noch kein Bekennerschreiben

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. In der Vergangenheit haben pakistanische Taliban sowie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Angriffe auf Moscheen, religiöse Kundgebungen oder Kleriker in der Provinz für sich reklamiert.

Baluchistan gilt als Unruheprovinz Pakistans, sie grenzt an Afghanistan und den Iran. Zuletzt kam es vor allem dort zu Anschlägen und Gewalt seitens islamistischer Gruppen sowie Rebellen. Insgesamt hat die die Gewalt in den vergangenen Jahren in Pakistan erheblich abgenommen, nachdem die Armee des Landes seit 2014 militante Islamisten in einer Reihe von Offensiven nahe der afghanischen Grenze zurückgedrängt hatte.

(an/dpa)

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