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Sektenführer wegen Missbrauchs einer 12-jährigen verhaftet

5.9.2020 14:34 Uhr, von Andreas Neubrand

Die türkischen Behörden haben einen islamischen Kultführer wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen in der nordwestlichen Provinz Sakarya verhaftet.

Sektenführer Eyüp Fatih Sagban (58) wird vorgeworfen ein 12-jähriges Mädchen missbraucht zu haben. Der Missbrauch kam ans Licht, als das Opfer der Mutter von der Tat erzählt hat.

Opfer soll unter Drogen gesetzt worden sein

Die Familie des Kindes zeigte daraufhin Sagban an. Die Polizei durchsuchte daraufhin das Kloster (Dergah) des islamischen Kultes "Ussaki".

Aus den Ermittlungsakten geht hervor, dass Sagban im Istanbuler Viertel Sakya ein Sommerhaus hat, in dem er Gäste und Anhänger empfangen hat. Sagban soll das Mädchen mehr als einmal unter Drogen gesetzt und missbraucht haben.

Anhänger versuchten den Vater zu lynchen

Bei der Hausdurchsuchung musste die Polizei den Vater des Mädchens vor den Sekten-Anhängern beschützen, da die se ihn versuchten zu lynchen.

Gegenüber den Pädagogen an der Sakarya-Universität erzählte das Mädchen, dass beim Teetrinken und auch im Schlaf missbraucht wurde.

Sektenführer gesteht Mißbrauch

Nach der Festnahme wurde er in das Ferizli-Gefängnis in Sakarya gebracht. Im Zuge der Corona-Maßnahmen wurden die Räumlichkeiten des Klosters geschlossen.

Seine umstrittenen Äußerungen zum Islam machten ihn landesweit bekannt. Die Staatsanwaltschaft in Akyazi erließ in diesem Fall eine "Vertraulichkeitsanordnung.

Inzwischen hat 58-jährige Sektenführer die sexuellen Übergriffe auf das 12-jährige Mädchen gestanden. "Ich habe einen Fehler gemacht, aber es war keine große Sache. Wir sind nicht weiter gegangen. Ich bin reuig", sagte Eyüp Faith Sagban, der Anführer des Ussaki-Kultes gegenüber der Staatsanwaltschaft.

Die Beamten werteten mehrere Telefonate zwischen Sagban und dem Vater des Mädchens aus. Dabei bittet Sagban den Vater, er möge die Tat vertuschen, andernfalls würde er (Sagban) Selbstmord begehen.

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