imago images / Günther Ortmann

Seehofer verbietet rechtsextreme Gruppe "Combat 18"

23.1.2020 7:23 Uhr

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat einem Medienbericht zufolge die rechtsextreme Gruppe "Combat 18 Deutschland" verboten.

Die Vereinigung richte sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung und sei mit dem Nationalsozialismus wesensverwandt, heißt es nach Angaben des Magazins "Spiegel" vom Donnerstagmorgen in der Verbotsverfügung. Am Donnerstagmorgen durchsuchten demnach Beamte in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und drei weiteren Bundesländern Wohnungen und beschlagnahmten Unterlagen.

Die Sicherheitsbehörden rechneten der Neonazi-Gruppe laut "Spiegel" zuletzt rund 20 Mitglieder zu. Mit dem Verbot mache sich strafbar, wer den Schriftzug der Organisation verwendet. Ebenfalls verboten sei es, das Logo der Gruppe zu benutzen, einen Drachen. Der Schritt zeichnete sich seit Monaten ab.

Nach der Ermordung des Kasseler CDU-Politikers Walter Lübcke im Juni 2019 hatten mehrere Landesinnenminister auf ein Verbot von "Combat 18" gedrängt. Die Gruppierung gilt als bewaffneter Arm des bereits seit dem Jahr 2000 in Deutschland verbotenen rechtsextremen Netzwerks Blood & Honour.

(be/afp)

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