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Sechs weitere Verdächtige nach Explosion festgenommen

14.4.2019 8:57 Uhr

Die Explosion in einer Chemiefabrik hat 78 Tote gefordert. Jetzt wurden sechs weitere Verdächtige festgenommen, denen eine Mitverantwortung an dem Unglück zur Last gelegt wird.

Bei ihnen handele es sich um Mitarbeiter der Firma Jiangsu Ianjiayi Chemical, teilten die Behörden in der Stadt Yancheng im Osten Chinas am Samstag mit. Zuvor waren bereits drei Verdächtige im Zusammenhang mit der Explosion festgenommen worden. In der Chemiefabrik in Yancheng war am 21. März nach einer Explosion ein Großbrand ausgebrochen, 78 Menschen kamen ums Leben. Das Unglück zählt damit zu den schwersten Industrieunglücken in China in den vergangenen Jahren. Die Fabrik in Yancheng wurde nach der Katastrophe geschlossen.

Unternehmen bereits früher Umweltrichtlinien missachtet

Die örtlichen Behörden kündigten auch gegen die Betreiberfirma Tianjiayi Chemical Strafmaßnahmen an. Das Unternehmen hat den Angaben zufolge bereits in der Vergangenheit gegen Umweltrichtlinien verstoßen. In China kommt es immer wieder zu schweren Industrieunglücken. Sicherheitsvorschriften werden häufig nicht eingehalten. Bei einem der bislang schwersten derartigen Unglücke waren 2015 bei der Explosion von Chemikalien in der Hafenstadt Tianjin mindestens 165 Menschen ums Leben gekommen.

(be/afp)