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Sechs Verletzte nach Massenpanik

2.4.2019 9:11 Uhr

Nachdem der Grammy-nominierte Rapper Nipsey Hussle vor seinem eigenen Modeladen erschossen wurde, kam es am Montag bei seiner Totenwache aus bisher noch ungekärten Gründen zu einer Massenpanik mit mindestens sechs Verletzten, zwei davon schwer. Einige der Verletzten hätten möglicherweise Stichwunden von Messern davongetragen, so die Polizei von Los Angeles (LAPD).

Aufgrund der unübersichtlichen Lage vor Ort wollte die Polizei jedoch keine genaueren Angaben machen.

Aus nächster Nähe erschossen, Täter auf der Flucht

Nipsey Hussle, dessen wahrer Name Ermias Asghedom lautete, war am Sonntag vor seinem Modeladen im Süden von Los Angeles aus nächster Nähe erschossen worden. Der Täter entkam laut Polizeiangaben in einem Fluchtwagen. LAPD identifizierte am Montag einen 29-Jährigen mit Namen Eric Holder als Verdächtigen. Er befindet sich demnach auf der Flucht.

"Leben wie in einem Kriegsgebiet"

Der 33-jährige Rapper stammte aus einer von Bandenkriminalität geprägten Gegend in Los Angeles. Später sprach er offen über seine Erfahrungen in der berüchtigten Crips-Gang: "Wir hatten mit Tod zu tun, mit Mord", sagte er 2018 einmal der "Los Angeles Times". "Es war wie das Leben in einem Kriegsgebiet, wo die Menschen in den Häuserblocks sterben und jeder ein wenig abgestumpft ist", berichtete er.Hussle stammte aus der Untergrund-Hip-Hop-Szene. Lange Zeit war er kommerziell wenig erfolgreich, seine Kollegen aber schätzten schon früh seine Mixtapes. Hip-Hop-Mogul Jay-Z kaufte ihm 100 dieser Tapes für jeweils 100 Dollar ab.

Grammy-Nominierung für "Victory Lap"

Sein erstes im Studio produziertes Album "Victory Lap" brachte Hussle gleich eine Nominierung für einen Grammy als bestes Rap-Album ein. Er unterlag aber bei der Verleihung im Februar der Rapperin Cardi B.Wenige Stunden vor seinem Tod schrieb Hussle im Kurzbotschaftendienst Twitter: "Starke Feinde zu haben, ist ein Segen."

(be/afp)