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Sechs türkische Seemänner aus Libyen zurück

9.7.2019 16:36 Uhr

Die von libyschen Kräften unter des abtrünnigen Generals Haftar festgehaltenen sechs türkischen Seemänner sind dank dem Engagement der Türkei wieder frei und in den gestrigen Nacht in Istanbul gelandet.

In der Nähe der östlichen Stadt Sidra waren Onur Cakır, Mehmet Yilmaz Odabasi, Eyüp Eryilmaz, Eren Cakir, Necmettin Demirhan und Birol Kutlu in Gefangenschaft des Hafta-Militärs geraten. Nach ihrer Freilassung wurden die Männer in die libysche Hauptstadt Tripolis gebracht, wo der türkische Botschafter sie empfing. Nach Erledigung einiger Formalitäten konnten sie ihre Heimreise antreten. Um 2.20 Uhr in der Nacht zu Dienstag landete ihre Maschine in Istanbul. Auch hier wurden sie von Beauftragten und Polizisten in Empfang genommen. Nach Abschluss der formellen Prozedur konnten die Männer endlich wieder ihre Familien in die Arme schließen.

"Schwerbewaffnete Männer stellten sich vor uns auf"

Mehmet Yilmaz Odabasi berichtete: "Allem voran sind wir sehr froh wieder in unserem Land zu sein. Wir danken in erster Linie unserem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und allen Verantwortlichen. Wir waren zum Arbeiten in Libyen. Am fünften Tag unseres Aufenthaltes kamen Haftar-Soldaten zu uns an den Hafen und sagten, sie müssten eine Kontrolle machen. Wir sollten sie auf das Revier begleiten, und um Ärger zu vermeiden taten wir das auch. Dort wurden wir allerdings festgehalten. Als wir bis Mitternacht immer noch nicht gehen durften, versuchten wir, mit unseren Kollegen Kontakt aufzunehmen. Doch unsere Telefone wurden ständig kontrolliert. Wir standen unter psychischem Druck. Erst nach der Erklärung der Regierungsbeauftragten machten sie einen Rückzieher und ließen uns frei."

Eyüp Eryilmaz sagte aus: "Wir waren zu sechst. Nachdem wir bis Mitternacht in der einen Station festgehalten wurden, brachte man uns danach zu einer anderen Station. Dort stellten sich schwerbewaffnete Männer in einer Reihe vor uns, als würden sie uns erschießen."

Huriye Cakir, Mutter von Onur Cakir, war überglücklich ihren Sohn wieder bei sich zu haben. Er erzählte: „Ich hatte kaum eine Internetverbindung. Ich habe versucht so viel Kontakt wie möglich zu meiner Familie zu halten. Trotzdem habe ich mich bemüht, meine Familie mit unseren Erlebnissen zu verschonen."

(be)

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