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Sechs Jahre und fünf Monate Haft für britischen Hacker

9.4.2019 23:48 Uhr

Nachdem Zain Qaiser (24) Besucher einer Porno-Webseite weltweit um mehr als eine halbe Millionen Euro erpresst hat, muss er nun für sechs Jahre und fünf Monate ins Gefängnis. Der britische Hacker hatte Kontakte zu Kriminellen in Russland. Ein Gericht in London verhängte diese Strafe am Dienstag.

Der 24-Jährige sei Teil einer "ausgefeilten organisierten Gruppe" gewesen, die Internetnutzer "in der ganzen Welt terrorisiert" habe, sagte Staatsanwalt Russell Tyner. Die Hacker hätten Schadsoftware eingesetzt, die den Browser der Besucher pornografischer Seiten gesperrt habe.

Mitteilungen von den "Behörden" verschickt

Der Verurteilte habe seinen Opfern Mitteilungen geschickt, die von Behörden zu stammen schienen und sie solange erpresst, bis sie die vermeintlichen Strafen gezahlt hätten, hieß es weiter. Der frühere Student verdiente den Angaben zufolge mehr als 500 000 Pfund (etwa 580 000 Euro) an den Erpressungen. Er habe dann Cyber-Kriminelle unter anderem in China und den USA kontaktiert, um das erpresste Geld zu waschen.

"Während er sich damit eines extravaganten Lebensstils erfreute, unterwarf Qaiser seine Opfer einer langen und schonungslosen Erpressungskampagne, die ihnen erheblichen finanziellen und emotionalen Schaden verursachte", so Tyner weiter. Obwohl die Betroffenen keine Verbrechen begangen hätten, hätten viele aus Scham gezahlt, so die Staatsanwaltschaft.

(be/dpa)

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