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Sebastian Vettel fühlt sich um Kanada-Sieg betrogen

9.6.2019 23:16 Uhr

Es waren chaotische Szenen und jede Menge Emotionen, doch am Ende musste Sebastian Vettel den Sieg abgeben. Seine Gefühle darüber kann der Ferrari-Pilot kaum verbergen. "Das ist nicht fair!".

Sebastian Vettel bekam seinen ersten Wutausbruch bei über 300 km/h. "Sie stehlen uns das Rennen!", fluchte der Ferrari-Star im Cockpit, als ihm die Rennjury alle Chancen auf den erhofften Sieg beim Großen Preis von Kanada mit einer umstrittenen Entscheidung nahm. Er brodelte gewaltig im viermaligen Formel-1-Weltmeister, Vettel konnte sich lange nicht beruhigen.

"Nein, nein, nein. So nicht!", schimpfte er, nachdem er das das Ziel zwar als Erster erreicht hatte, wegen einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe aber dennoch nicht über den undankbaren zweiten Platz hinter Weltmeister Lewis Hamilton hinauskam.

Um den verdienten Lohn gebracht?

Seinen Wagen stellte er nicht wie üblich im Parc ferme ab. Als Vettel mit Verspätung wütend dorthin stapfte, tauschte er kurzerhand die Schilder für die Plätze "1" und "2" aus. Die Symbolik war unmissverständlich, Vettel fühlte sich um den verdienten Lohn gebracht.

Nach einem Ausflug ins Gras und einer Beinahe-Kollision mit Hamilton in der 47. Runde hatte Vettel nur mit größter Mühe die Führung behalten. Die Rennjury untersuchte den Vorfall und bestrafte den Deutschen. Für Vettel war das absolut unverständlich.

"Du musst absolut blind sein zu denken, dass du durch das Gras fahren kannst und dann volle Kontrolle über das Auto hast. Ich konnte doch nirgendwo hin! Das ist nicht fair", sagte er.

Hamilton, der in all dem Trubel den 78. Formel-1-Triumph seiner Laufbahn eher verhalten feierte, vertrat eine gegensätzliche Meinung. Glücklich war er dennoch nicht. "Das ist nicht die Art, auf die ich gewinnen wollte. Aber ich nehme den Sieg gerne an", sagte der Mercedes-Pilot, der durch seinen fünften Saisonsieg den Vorsprung in der Fahrerwertung ausbaute.

(be/afp)

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