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SDF fordert Rücknahme ausländischer IS-ler

24.3.2019 11:17 Uhr

Die letzte Bastion der Terrormiliz IS ist gefallen - doch wohin nun mit den festgenommenen IS-lern und ihren Familien? Die syrischen Kurdern fordern die Rücknahme der Ausländer und ihrer Familien.

Die gefangen genommenen Dschihadisten, Frauen und Kinder seien eine "ernste Last und Gefahr für uns", sagte der kurdische Vertreter für auswärtige Angelegenheiten, Abdel Karim Omar, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe "tausende" gefangen genommene Kämpfer und deren Kinder und Frauen aus 54 Ländern, nicht eingeschlossen Iraker und Syrer. Die Zahlen seien in den vergangenen drei Wochen "massiv gestiegen", sagte Omar.

Koordinierung, um sich dieser Gefahr zu stellen

"Es muss eine Koordinierung zwischen uns und der internationalen Gemeinschaft geben, um sich dieser Gefahr zu stellen", betonte er. Tausende Kinder der Kämpfer seien mit der IS-Ideologie erzogen worden. "Wenn diese Kinder nicht umerzogen werden und nicht wieder in ihre Ursprungsgesellschaft integriert werden, sind sie potenzielle zukünftige Terroristen."

Sicherheitsrisiko durch Rückkehrer

Der Umgang mit den ausländischen IS-Kämpfern bereitet zahlreichen Ländern Kopfzerbrechen. Viele Staaten sind zögerlich, weil sie in ihnen ein Sicherheitsrisiko sehen. Einige Länder haben in Syrien gefangenen Dschihadisten die Staatsbürgerschaft entzogen. Nach erbittert geführten Kämpfen hatten die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Samstag den letzten Rückzugsort der Dschihadisten in Baghus erobert. Nach Angaben der kurdisch-arabischen Allianz verließen seit Januar rund 66.000 Menschen die Ortschaft, darunter 5000 Dschihadisten und 24.000 Angehörige. Die Kämpfer wurden gefangen genommen und ihre Familien in Lager im Nordosten Syriens gebracht.

(be/afp)