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Schwul zu sein ist keine Krankheit - Spahn will Verbot von "Konversionstherapien"

15.2.2019 17:16 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn strebt ein Verbot der umstrittenen Therapien zur angeblichen "Heilung" von Homosexualität an. Der CDU-Politiker will, dass das Gesetz "klar genug" ist, damit es seine Wirkung entfaltet - und hat zum Teil bereits konkrete Vorstellungen.

"Homosexualität ist keine Krankheit, und deswegen ist sie auch nicht therapiebedürftig", sagte der CDU-Politiker der "tageszeitung" (Freitag). Er sei für ein Verbot solcher "Konversionstherapien" und wolle darüber mit der zuständigen Justizministerin Katarina Barley (SPD) sprechen. Gut wäre eine Einigung auf einen Vorschlag bis zum Sommer.

500 Euro Strafe seien nicht abschreckend genug

Konkret solle das ärztliche Berufsrecht Konsequenzen vorsehen, wenn jemand diese Therapien anbiete. Im Sozialrecht sollte festgelegt werden, dass es keine Vergütung dafür geben darf. Noch fraglich sei ein angemessenes Strafmaß. Eine einmal schon von den Grünen ins Gespräch gebrachte Geldbuße von 500 Euro finde er "nicht übermäßig abschreckend", sagte Spahn.

Um die rechtliche Umsetzung zu klären, solle die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld mit einer Studie beauftragt werden. Das Gesetz solle dann möglichst weit gefasst werden und in jedem Fall für Minderjährige gelten. Spahn sagte: "Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins. Ich sage immer, der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben."

(sis/dpa)

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