Hürriyet

Schwimmstar Emre Sakci schlug USA-Angebot aus und hielt der Türkei die Treue

20.11.2020 18:34 Uhr

Trotz eines lukrativen Angebots aus den USA hielt der 23-jährige türkische Schwimmer Emre Sakci zu Beginn seiner Karriere der Türkei die Treue und ist letztlich in seinem Heimatland zu einem Weltklasse-Athleten gereift. Das verriet sein Trainer Türker Oktay bei einer Talkrunde mit Journalisten.

"Bob Bowman, der Ex-Berater des türkischen Schwimmverbandes, bat Emre damals, seine Karriere in den Vereinigten Staaten fortzusetzen. Aber er zögerte keinen Augenblick und blieb hier bei mir", sagte Oktay. Auf die Frage, warum Sakci nicht über einen Wechsel in die USA nachgedacht habe, antwortet der Coach: "Weil wir fest an uns geglaubt haben."

Nur Sakci hat es an die Weltspitze geschafft

Bowman war einst Trainer von US-Megastar Michael Phelps, der mit 28 olympischen Medaillen - davon 23 Mal Gold - als der beste Schwimmer aller Zeiten gilt. Der Coach habe 2017 nach seiner Tätigkeit in der Türkei fünf Schwimmer mit in die USA genommen, doch keiner habe es in die Weltspitze auf der Kurzbahn geschafft im Gegensatz zu Sakci, bemerkte Oktay.

Sakci hatte erst vor kurzem zweimal den Europarekord über 50 Meter Brust bei Schwimmmeetings in Budapest gebrochen. Erst schwamm der Türke am 26. Oktober 25,50 Sekunden und verbesserte dann am 5. November seine eigene Bestmarke auf 25,29 Sekunden. Damit verpasste der Athlet von Fenerbahce den Weltrekord, der vom Südafrikaner Cameron von der Burgh gehalten wird (25,25 Sekunden), nur um 0,04 Sekunden.

"Wir wollen keine Ablenkungen"

Der Weltrekord soll aber spätestens im kommenden Jahr fallen. Das ist auch der Grund, warum sich Sakci noch mehr als zuvor hauptsächlich auf die Brust-Disziplin konzentriert. "Wir wollen die volle Fokussierung und keine Ablenkungen“, so Oktay.

(mb)

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