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Schwerer Sturz überschattet Rennen auf der Streif

25.1.2019 15:16 Uhr

Das Abfahrtsrennen war schon fast gelaufen, da kam es auf der berühmt-berüchtigten Streif in Kitzbühel noch zu einem schweren Sturz.

Der Schwede Alexander Köll verlor in einer Linkskurve die Kontrolle, stürzte beim Zielsprung und blieb liegen. Das Rennen musste minutenlang unterbrochen werden, bis der Rettungshubschrauber eintraf, der Köll in die Klinik flog. Über seinen Gesundheitszustand gibt es noch keine Informationen.

"Bin sehr zufrieden"

Zuvor hatte Josef Ferstl ein Jahr nach dem Triumph von Thomas Dreßen das nächste deutsche Ausrufezeichen gesetzt. Der 30-Jährige aus Hammer, Sohn des zweimaligen Kitzbühel-Siegers Sepp Ferstl, fuhr beim erneuten Abfahrtserfolg des Südtirolers Dominik Paris auf den starken siebten Platz.

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Fahrt, das war ganz okay. Wenn man mir gesagt hätte: Top 10 - das hätte ich sofort unterschrieben", sagte Ferstl, der sein bestes Karriere-Ergebnis in der Abfahrt einstellte. "Entscheidend war die Traverse, die bin ich mit ziemlich viel Mut und Risiko gefahren - das ist aufgegangen", sagte er.

Svindal verzichtet auf Rennen

Ferstl lag nach 3312 Metern 1,10 Sekunden hinter Paris, der zum vierten Mal in Österreichs Ski-Mekka gewann. 2013 und 2017 hatte er bei der Abfahrt triumphiert, 2015 im Super-G. Zweiter wurde Weltmeister Beat Feuz (Schweiz/0,20), Otmar Striedinger rettete als Dritter die Ehre Österreichs (0,37). Dominik Schwaiger (Königssee/1,58) wurde guter 17.

Olympiasieger Aksel Lund Svindal (Norwegen) verzichtete wegen Knieproblemen auf einen Start, Vorjahressieger Dreßen war wegen seines Kreuzbandrisses nur als Zuschauer dabei. "Ich finde, der Beppi ist super gefahren, ich freue mich brutal für ihn", sagte Dreßen im ZDF über Teamkollege Ferstl.

(bl/afp)