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Schwere Vorwürfe: Unregelmäßigkeiten bei Messi-Wahl?

27.9.2019 8:38 Uhr

Nach der Wahl von Lionel Messi zum FIFA-Weltfußballer tauchen Zweifel auf. Drei Länder prangern Unregelmäßigkeiten bei der Wahl an: Der Nationaltrainer des Sudans, der Kapitän der Landesauswahl Nicaraguas und Ägyptens Fußballverband.

Zwar verteidigte sich die Fifa gegen Vorwürfe, bei der Auszeichnung des Argentiniers Lionel Messi sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Doch es bleiben offene Fragen.

Sudan-Coach Zdravko Logarusic twitterte ein Foto seines Stimmzettels, auf dem das Erststimmen-Kreuz neben dem Namen des Ägypters Mohamed Salah vom FC Liverpool gesetzt ist. Laut der offiziellen Fifa-Liste ging die Stimme jedoch an Messi. Der ägyptische Verband EFA wiederum verlangte in einem Facebook-Eintrag vom Weltfußballverband eine Erklärung, warum die Stimmen seines Auswahl-Trainers und -Kapitäns nicht gezählt wurden. Sie seien rechtzeitig vor dem Stichtag am 19. August abgegeben worden.

Nicht-existente Stimmen für Messi?

Der Kapitän der nicaraguanischen Auswahl, Juan Barrera, erklärte auf Twitter, gar nicht an der Abstimmung teilgenommen zu haben. In der Fifa-Liste tauchte er allerdings auf - demnach hatte er Messi seine Erststimme gegeben. Barrera sei besorgt über die Situation, hieß es in einer Mitteilung seines nicaraguanischen Vereins Real Estelí FC.

"Wir bestätigen, dass wir die richtigen, vom Spieler unterschriebenen Stimmen haben", teilte die Fifa am Donnerstag auf Anfrage zum Fall Barrera mit. Man habe die Wahlunterlagen des nicaraguanischen Verbands überprüft - alle seien unterschrieben und durch den Stempel des Verbands des mittelamerikanischen Landes bestätigt. Dieser sei gebeten, die Sache zu untersuchen.

Kein Link für Barrera

Barrera hatte nach einem Bericht der Zeitung "La Prensa" angegeben, im vergangenen Jahr sei ihm ein Link zur Abstimmung per E-Mail geschickt worden. Damals habe er daran teilgenommen. In diesem Jahr habe er den Link aber nicht bekommen.

An der Wahl konnten die Kapitäne und Trainer aller Nationalteams sowie Fans und Medienvertreter teilnehmen. Stürmerstar Messi vom FC Barcelona erhielt die Auszeichnung bei der Preisverleihung am Montag in Mailand bereits zum sechsten Mal und wurde damit Rekord-Weltfußballer.

(be/dpa)

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