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Schweizer lehnen Hornkuh- und Selbstbestimmungsintiative ab

25.11.2018 17:43 Uhr

Die Schweizer haben die Hornkuh-Initiative bei einer Volksabstimmung am Sonntag nach einer ersten Hochrechnung abgelehnt.

53 Prozent dürften sich gemäß der Analyse des gfs-Instituts gegen den Vorstoß von Bauer Armin Capaul aussprechen, sagte der Medienwissenschaftler Lukas Golder vom gfs am Sonntag im Schweizer Fernsehen.

Capaul kämpft gegen die gängige Praxis, Kälbern die Anlagen für Hörner wegzubrennen, um die Verletzungsgefahr zu verringern. Laut seiner Initiative sollten Bauern mit Subventionen belohnt werden, die Tieren wie Kühen und Ziegen die Hörner lassen.

Die Schweizer haben auch den populistischen Vorstoß zur Beschränkung internationalen Rechts nach einer ersten Hochrechnung abgeschmettert.

Die Selbstbestimmungsinitiative der rechten Partei SVP, die Schweizer Recht über völkerrechtliche Vereinbarungen stellen wollte, dürfte mit 67 Prozent der Stimmen abgeschmettert werden, berichtete Lukas Golder vom Umfrageinstitut gfs am Sonntag im Schweizer Fernsehen. Die Fehlermarge bei den Hochrechnungen lag bei rund drei Prozent.

Eine weitere Abstimmungsfrage, ob Sozialversicherungen Detektive einsetzen können, wenn sie Anhaltspunkte für Missbrauch haben, dürfte nach der gfs-Hochrechnung mit etwa 67 Prozent der Stimmen angenommen werden.

(be/dpa)