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Schwedens Staatsanwaltschaft nimmt Untersuchungen auf

13.5.2019 11:56 Uhr

Die schwedische Staatsanwaltschaft wollte heute bekanntgeben, ob sie die Voruntersuchungen zu Vergewaltigungsvorwürfen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wiederaufnimmt. Laut Angaben der Vize-Chefin der Behörde, Eva-Marie Persson, hat sich die schwedische Staatsanwaltschaft nun dafür entschieden.

Die Wiederaufnahme der vorläufigen Ermittlungen in Schweden war am 11. April - dem Tag, als Assange in London festgenommen worden war - von der Anwältin einer Frau beantragt worden, die Anschuldigungen gegen Assange vorgebracht hatte.

Die Frau wirft Assange vor, er habe sie während eines Besuchs in dem skandinavischen Land 2010 vergewaltigt. Assange streitet das ab. Die Untersuchungen waren 2017 eingestellt worden.

Assange war vor sieben Jahren in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Er befürchtete, dass Schweden ihn an die USA übergeben könnte. Die US-Justiz wirft Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Im April wurde Assange in London festgenommen, nachdem ihm die Regierung in Quito das Botschaftsasyl entzogen hatte.

(gi/dpa)