Symbolbild: dpa

Schweden bereitet sich auf Anhänger des IS vor

19.11.2019 22:16 Uhr

Auch in Schweden gehen Sicherheitskräfte davon aus, dass mutmaßliche IS-Anhänger aus Schweden von der Türkei in ihre Heimat abgeschoben werden könnten. Es gebe «eine kleine Anzahl» inhaftierter Sympathisanten der Terrormiliz Islamischer Staat mit Verbindungen nach Schweden, die von den angekündigten Abschiebungen aus der Türkei betroffen sein könnten, sagte eine Säpo-Analystin, Ahn-Za Hagström, am Dienstag dem schwedischen Radio.

Die Sicherheitspolizei bereite sich so gut es geht darauf vor, dass Personen nach Schweden zurückkehren könnten. Man wisse, um wen es sich dabei handele. Die Situation sei aber schwer einzuschätzen.

Mehr als 1.000 IS-Anhänger in türkischen Gefängnissen

Die Türkei hatte in diesem Monat die Abschiebung mehrerer mutmaßlicher IS-Anhänger angekündigt. Seitdem waren mehrere Personen nach Deutschland, aber auch ein Mann nach Dänemark sowie andere nach Großbritannien und die USA abgeschoben worden. Nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sitzen mehr als 1000 Anhänger des IS in türkischen Gefängnissen, darunter über 700 ausländische Staatsbürger. Wie viele Schweden darunter sind, ist unklar. Nach Säpo-Schätzungen dürften sich rund 100 schwedische Staatsbürger mit Verbindungen zum IS im Konfliktgebiet befinden.

(an/dpa)

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