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Schuster über AfD: "Ausrede der Protestwahl" zählt nicht mehr

28.10.2019 13:04 Uhr

Fast jeder vierte Thüringer hat die AfD gewählt. Jetzt meldet sich der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland zu Wort und appeliert an die AfD-Wähler.

"Jeder, der am Sonntag die AfD gewählt hat, trägt eine Mitverantwortung dafür, dass das Fundament unserer Demokratie sukzessive untergraben wird", erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster am Montag. "Wer AfD wählt, wählt den Weg in ein antidemokratisches Deutschland. Wer AfD wählt, wählt den Abschied von den Freiheiten unseres demokratischen Rechtsstaats."

"Billige rassistische Meinungsmache"

Es sei aber "von jedem mündigen Bürger zu erwarten, dass er sich genau anschaut, welche Partei er wählt", erklärte Schuster weiter. Die "Ausrede der Protestwahl" ziehe nicht mehr. Die AfD fange "mit billiger rassistischer Stimmungsmache und Abwertung der regierenden Parteien" ihre Wähler ein. Bei der Wahl am Sonntag habe sich "fast ein Viertel der Wähler in Thüringen hat sich für eine rechtsradikale Partei entschieden", kritisierte der Zentralratspräsident. "Gerade in Thüringen gibt es keinen Zweifel an der rechtsnationalen Ausrichtung der AfD, die meiner Meinung nach als antidemokratisch einzustufen ist."

Die AfD war bei der Wahl am Sonntag mit 23,4 Prozent zweitstärkste Partei geworden. Geführt wird der thüringische Landesverband von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke.

(be/afp)

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